Steve Ballmer hat diese Woche seine Balls gezeigt

Steve Ballmer hat diese Woche seine Balls gezeigt

Steve Ballmer ist bekennender Ford-Fan, hat nicht den tollen Schneider von Oracle-Chef Larry Ellison, und sein Charisma konnte mit dem des verstorbenen Steve nie mithalten. Ballmer legt keinen großen Wert auf Eigen-PR. Nur so ist es zu erklären, dass eine österreichische Zeitung sechs Jahre nach dem Abgang von Bill Gates Microsoft-Neuigkeiten noch immer mit Gates-Bildern illustriert.

Ballmer war der erste Angestellte von Microsoft, und in seinem Herzen ist er das wohl immer irgendwie geblieben. Company first. Dass ihn ein Hedgefonds-Manager mit Charlie Brown verglichen hat, ist eine Fehleinschätzung.

Ballmers Truppe ist keine Verliererpartie, sie braucht nur mitunter länger für die entscheidenden Spielzüge. Die Technologiegeschichte hat immer wieder gezeigt, dass die First Mover nicht immer die mit dem längsten Atem sind. Am 18. Juni legte Ballmer ein Tablet auf den Tisch , am 20. Juni seine Mobiltelefon-Truppe die nächste wichtige Etappe zurück. Zwei strategische Punkte in der Microsoft-Bilanz, die einen spannenden Herbst erwarten lassen.

In umgangssprachlicheres Englisch übersetzt heißt das: Ballmer hat diese Woche seine Balls gezeigt.

Barbara Mayerl