Österreichs Einstieg in die Region CEE war richtig

Moody’s macht’s möglich. Die aktuelle Herabstufung von Erste Group, Raiffeisen Bank International und UniCredit Bank Austria rückt die Geschäftsaktivitäten der Großbanken wieder in den öffentlichen Diskurs.

War es die richtige Entscheidung, sich so stark im Osten zu engagieren, lautet eine häufige Frage. Das Kreditvolumen lag zuletzt bei 236 Milliarden Euro. Eine gigantische Summe, die keinen kaltlässt. Rumänien, Ukraine, Ungarn. Die Finanzkrise ist auch dort gelandet. Für die Austrobanken ist das nicht angenehm, keine Frage. Sicher wurde die eine oder andere Beteiligung wie etwa in Rumänien (Erste) oder der Ukraine (Raiffeisen) viel zu teuer erworben. Doch das ist Vergangenheit.

Alle Länder in einen Topf zu werfen ist jedenfalls ein Fehler. Tschechien ist nicht Ungarn, Polen nicht Weißrussland. Österreichs Einstieg in die Region CEE war richtig. Der Transformationsprozess im Osten ist noch lange nicht abgeschlossen - trotz Krise. Dort stecken noch große Chancen. Über kurz oder lang wird’s wieder aufwärtsgehen - und dann sind Erste und Co mit dabei. Weniger Schwein haben hingegen Banken, die in Portugal, Irland, Griechenland oder Spanien engagiert sind. Denn die Zukunft der PIGS-Staaten ist viel besorgniserregender.

- Ashwien Sankholkar