Geldtipp der Woche: Mit deutscher
Aktien-Kraft voraus

Ab März 2000 mussten Aktionäre sieben lange Jahre warten, bis der deutsche Leitindex DAX wieder die 8.000-Punkte-Marke knackte. Ganz so weit ist es jetzt zwar noch nicht, dennoch herrschte Anfang der Woche an der Frankfurter Börse Partylaune. Hatte doch der deutsche Leitindex ein Drei- Jahres-Hoch erreicht. Die gute Nachricht für Anleger: Es spricht viel dafür, dass das Leitbarometer der deutschen Börse noch weiter steigt.

Hat doch die deutsche Wirtschaft den Beinamen „kranker Mann der Eurozone“ schon lange an europäische Wackelkandidaten wie Griechenland, Irland, Portugal oder Spanien weitergereicht. Im Vorjahr stieg die Wirtschaftsleistung sogar um 3,6 Prozent, was Deutschland zur Wachstumslokomotive im Europa der zwei Geschwindigkeiten machte.

Angesichts des Aufschwungs geht es nun in den Personalabteilungen der deutschen Konzernzentralen rund. So hat etwa Siemens weltweit 12.000 neue Posten ausgeschrieben, alleine in Deutschland werden heuer 3.000 neue Mitarbeiter gebraucht. Autobauer Volkswagen taxiert den Bedarf für die nächste fünf Jahre gar auf 50.000 zusätzliche Arbeitskräfte, bis zu 6.000 davon sollen in Deutschland unterkommen. Auch bei BMW, Daimler und der Adidas-Gruppe stehen die Zeichen auf Ausweitung der Belegschaft.

Kauflaune statt Angstsparen

Wie beim Arbeitsmarkt gibt es auch aufseiten des privaten Konsums, eines wichtigen Faktors für weiter steigende Börsenkurse, Entwarnung. Laut Deutschlands größtem Marktforscher Nürnberger GfK zählen die Bundesbürger nun zu den Konsum-Optimisten Europas. Und trotz der Kursrally der deutschen Börsenschwergewichte seit März 2009 ist die Aktienbewertung im historischen Vergleich noch günstig, liegt doch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Papiere des DAX-Index aktuell bei einem Wert von 14. Anleger, die einen weiteren Aufschwung am Frankfurter Parkett nicht verpassen wollen, sollten ein Investment in den Aktienfonds DWS Deutschland ( ISIN DE0008490962 ) erwägen.

Der 1993 aufgelegte Fonds, der in deutsche Blue Chips sowie Nebenwerte investiert, läuft seit Jahren besser als sein Vergleichsindex. Auf Jahressicht stehen 41,4 Prozent Ertrag zu Buche. Momentan sind Aktien des Tech-Konzerns Siemens mit einem Depotanteil von 8,1 Prozent am höchsten gewichtet. Mit jeweils mehr als fünf Prozent spielen auch Papiere des Chemieriesen BASF und des Autoerzeugers Daimler eine wichtige Rolle im 2,3 Milliarden schweren Fondsdepot, in dem aktuell 77 Aktien liegen. Um beim Einstieg günstig wegzukommen, lohnt sich ein Blick auf die Angebote der Onlinebroker. So sind etwa bei direktanlage.at statt fünf Prozent Verkaufsspesen bei einem Investment bis zu 10.000 Euro nur 2,5 Prozent Ausgabeaufschlag zu berappen.

- Robert Winter