Wieso Facebook den Banken helfen könnte

Wieso Facebook den Banken helfen könnte

Online- und Mobile-Banking waren nur die ersten Schritte der Banken in Richtung digitale Vertriebs- und Marketingkanäle. Das behauptet eine A.T. Kearney-Studie.

Die Bankfiliale hat ihren Status als einzige Möglichkeit, seine Finanzen unter Kontrolle zu halten, längst verloren – die Zahl der Bankkunden, die ihre Geschäfte daheim am PC oder unterwegs am Handy abwickeln, steigt. Im Online-Banking sind österreichische Banken im Europa-Vergleich durchaus gut aufgestellt; gerade der Einsatz von Apps (etwa bei der Bank Austria) ist vorbildlich.

Online-Banking ist aber nur ein Schritt in Richtung neue Vertriebs- und Kommunikationskanäle, wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney und des Kompetenzzentrums Finanz- & Informationsmanagement der Universität Augsburg ergeben hat. Die Hinzufügung von Social Media zu Online- bzw. Mobile-Banking würde für die Banken ein großes Potenzial für Vertrieb und Marketing ergeben, meinen die Studienautoren – und unterstreichen das mit Zahlen aus einer Befragung von Top-Bankern und Finanzexperten: Demnach meinen 68 Prozent, dass der Einsatz von Facebook & Co. der wichtigste Erfolgsfaktor für neue Marketingstrategien sei. 70 Prozent sehen Social Media als ausschlaggebend für den Vertrieb. Wie die Verschränkung genau aussehen will, wird aber nicht verraten – ein Problem könnte die steigende Aversion von Facebook-Nutzern gegen Werbung und Marketing generell sein. Erst vor kurzem hatte eine Untersuchung in den USA ergeben, dass sich drei von vier Facebook-Nutzern noch nie von eingeblendeter Werbung zu einem Kauf überreden haben lassen.

Als weitere kritische Faktoren für die Bankenbranche in Europa werden in der A.T. Kearney-Studie neue Bezahlmethoden (etwa Mobile Payment) angesehen. Zudem konstatieren die Autoren eine Zweiteilung der Kundengruppen in „Digital Deniers“ und „Generation Facebook“. 74 Prozent der Befragten meinten zudem, dass es bis 2025 überhaupt keine Bankfilialen mehr geben werde.

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