Spotify bleibt der Shootingstar

Spotify bleibt der Shootingstar

Das schwedische Unternehmen Spotify sichert sich langsam, aber sicher einen Stammplatz im Internet-Business. Der jüngste Deal mit Yahoo! ist der Beweis dafür.

Das schwedische Unternehmen Spotify , das ein so genanntes On-Demand-Service für Musik anbietet, ist im Moment einer der Shootingstars des Internet-Business. Rund 23 Millionen User weltweit nutzen die Angebote von Spotify und greifen auf Musik via Internet zu. Dafür zahlen sie entweder gar nichts, dafür müssen sich allerdings via Facebook registrieren; oder sie wählen ein Gebührenmodell, bei dem sie nicht durch Werbung gestört werden und auch eine bessere Qualität geboten bekommen. Die teuerste Variante kostet knapp zehn Euro. In Österreich ist Spotify im Herbst vorigen Jahres gestartet.

Deal mit Yahoo!

Nun haben die Schweden einen Deal mit Yahoo! abgeschlossen. Demnach soll Spotify zum „bevorzugten Partner von Yahoo! in Sachen Musik“ werden, wie es in einer PR-Aussendung etwas geschwollen formuliert wird. In der Praxis wird ein so genannter Spotify Play Button in die Websites von Yahoo! integriert – wenn User darauf mit der Maus klicken, wird Musik abgespielt. Im Moment ist dieser Button auf Yahoo! Music integriert, weitere Portale sollen folgen; zudem soll Yahoo! an einer eigenen Spotify-App arbeiten. Eine solche gibt es bereits für Apple-Geräte und für das Android-Betriebssystem. Yahoo! hat nach eigenen Angaben rund 700 Millionen Unique Clients – also einzelne User – pro Monat.

iTunes bleibt weit voran

Eine weitere gute Nachricht kommt aus der Musikindustrie selbst: Demnach ist Spotify nach iTunes die zweitwichtigste Einnahmequelle geworden. Allerdings bleibt der Apple-Service klar voran, heißt es laut Insidern. Apple hat via iTunes im Vorjahr an die 3,2 Milliarden Dollar an die Musikindustrie überwiesen, die Schweden dürften bisher nur auf einen geringen Prozentsatz davon kommen. Immerhin ergeben sich für die Musiklabels damit neue Möglichkeiten, das Quasi-Monopol von Apple auf dem Markt für Online-Musik zu brechen.

Spotify wurde in den vergangenen Monaten allerdings von Künstlern kritisiert, da die einzelnen Vergütungen verschwindend gering seien – allerdings können es sich viele Musiker nicht mehr leisten, auf Spotify zu verzichten und sei es nur aus Marketinggründen. Unter den (wenigen) prominenten Verweigerern finden sich etwa die britische Sängerin Adele oder die deutsche Band „Die Ärzte“.

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