3D-Drucker: Schallplatten selbst drucken

3D-Drucker: Schallplatten selbst drucken

Dritter Teil unserer Serie über 3D-Drucker: Wo es in Wien „glückliche“ Labore für Hobbyforscher gibt und wie aus MP3-Files echte Schallplatten werden.

Von außen sieht das „Happylab“ im zweiten Wiener Bezirk, unweit der Donau gelegen, aus wie ein durchschnittliches Geschäftslokal, das angesichts der ungünstigen Frequenzlage knapp vor der Pleite steht. Doch innen machen die Gesichter dem Namen dieser Hightech-Werkstätte durchaus Ehre: Mit einem glücklichen Ausdruck werken da die (vorwiegend) jungen Menschen an zunächst undefinierbaren Werken.
So soll es sein: Grundidee des Happylab ist es ja, einen Einblick in digitale Produktionstechnologien zu bieten – und zwar für Jeden und Jede, die sich dafür interessiert.

Die vor mehr als zwei Jahren von der Österreichischen Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) gegründete Werkstätte lässt gegen einen geringen Jahresbeitrag forschungshungrige diese Neugierigen an Geräte – darunter auch 3D-Drucker. Vor allem diese werden auch intensiv genutzt. Besonderes Anliegen der Betreiber ist es, Kinder und Jugendliche für diese Themen zu begeistern. Für seinen "Happylab Kids Club", einer Workshopreihe für diese Zielgruppe, hat INNOC im Vorjahr den Google RISE Award gewonnen. Dieser Preis geht an Projekte, die sich der Vermittlung von Technologie und Wissenschaft an Schüler und Studenten widmen.
Am 11. Februar findet ein Informationsabend im Happylab zu der nächsten Workshopreihe statt.

Die Schallplatte im Eigenbau

Schallplatten müssten eigentlich seit einigen Jahren ausgestorben sein – und doch gibt es sie immer noch. Kollege Manfred Gram hat uns auf ein interessantes Projekt aus den USA hingewiesen: Amanda Ghassaei macht dabei aus MP3-Files mittels 3D-Druck echte Schallplatten. Hier gibt es ihr Video zu der ungewöhnlichen Idee:

3D Printed Record from Amanda Ghassaei on Vimeo .

Die Physikerin lotet damit die Grenzen des derzeit Machbaren aus – und zeigt zugleich, wie sehr “alte” Medien und neuen Möglichkeiten miteinander verschmolzen werden können. Derzeit hören sich die Schallplatten (11 kHz) nicht wirklich hervorragend an, aber alleine für die Idee gebührt Frau Ghassaei Anerkennung.

Daheim eigene Schallplatten ausdrucken – das hätte doch was!

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