Drei Stunden warten bringt bis 600 Euro

Drei Stunden warten bringt bis 600 Euro

Wenn der Flieger beim Start nur ein paar Minuten Verspätung hat, wird wohl niemand in den Saft gehen. Zieht sich das Warten aber eine oder gar mehrere Stunden hin, kann das Blut der Passagiere schon in Wallung kommen. Die gute Nachricht ist, dass es künftig einfacher werden könnte, Schadenersatz für Flugverspätungen zu bekommen.

Hintergrund: Der Europäische Gerichtshof EuGH hat bereits 2009 entschieden, dass Luftfahrtunternehmen bei Verspätungen von drei Stunden oder mehr die gleiche Ausgleichszahlung wie bei der Streichung eines Fluges zu leisten haben.

Dieser Ansicht wird im Schlussantrag des nun laufenden zweiten Verfahrens von Yves Bot, Generalanwalt am EuGH, weiter gefolgt. Der Generalanwalt bezieht sich im aktuellen Schlussantrag auch auf den Entscheid von 2009. Yves Bot hält wörtlich fest: „Die Ausgangsstreitigkeiten zeugen vom Unwillen der Luftfahrtunternehmen, dieses Urteil anzuwenden und Fluggästen, die sich in solchen Situationen befinden, einen Ausgleich zu gewähren.“ Ob die Entschädigungspflicht in der geplanten Form tatsächlich umgesetzt wird, wird man aber erst im Verlauf des Jahres wissen. Denn noch ist unklar, ob der Europäische Gerichtshof dem Vorschlag des Generalanwalts folgt.

Sollte dies letztlich der Fall sein, werden die ohnehin unter enormem Kostendruck stehenden Fluggesellschaften nur wenig Freude haben. Sie müssten Fluggästen bei einer Verspätung von mehr als drei Stunden und einer Flugdistanz bis zu 1.500 Kilometern 250 Euro Rückvergütung gewähren. Bei einer Distanz zwischen 1.501 und 3.500 Kilometern würde der Ersatz 400 Euro betragen, ab 3.501 Kilometern sogar 600 Euro.

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