Kreditkarten: Die 10 wichtigsten Tipps für den Umgang mit Plastikgeld

Kreditkarten: Die 10 wichtigsten Tipps für den Umgang mit Plastikgeld

Die zehn wichtigsten Tipps für den Umgang mit dem Plastikgeld: Wo man gratis zur Karte kommt, wo man Business einchecken kann und wo man als Golfspieler punkten kann.

Laut einer Erste-Bank-Studie bezahlen bereits 34 Prozent der Österreicher ihren Urlaub mit der Kreditkarte. FORMAT zeigt, wie viel die Karten kosten, welchen Leistungsumfang sie bieten, wo man damit Geld beheben kann - und wo nicht, was man beim Versicherungsschutz beachten sollte und welche Luxuskarten es gibt.

1. Die Zuverlässigen: wie man nahezu überall zahlen kann

Visa- und MasterCard-Kreditkarte matchen sich um die Nummer eins am Markt. Welche Karte im Urlaub vorteilhafter ist, richtet sich nach dem Reiseziel. Faustregel: In den USA ist man mit Visa besser unterwegs. Bei exotischen Zielen ist es ratsam, vorher nach dem verbreitetsten Zahlungsmittel zu fragen. Im Euroraum sind beide Karten geeignet.

2. Die Günstigen: was Kreditkarten kosten und wo es sie gratis gibt

Einsteiger-Karten gibt es ab 18,17 Euro im Jahr - ohne Versicherungsschutz. Wer das Plastikgeld versichern möchte, steigt ab 54,50 Euro ein. Einen Unterschied macht es, über welche Kreditkartenfirma man die Karte bezieht. Visa oder MasterCard Classic kosten bei Card Complete 54,50 Euro. Das Gleiche kommt bei PayLife laut Arbeiterkammer auf 59,20 Euro im Jahr. Die Diners Classic kostet 70 Euro, bei American Express ist die Blue Card ab 40 Euro zu haben. Sogenannte Co-Branded-Cards gibt’s sogar gratis. Dabei übernehmen Firmen die Kreditkarten-Kosten für die Kunden und setzen dafür ihr Logo auf die Karte: etwa VinoCard von Wein & Co in Kooperation mit Diners Club. Wichtig sind auch die Nebenspesen: Nur innerhalb der Eurozone ist das Einkaufen gratis, außerhalb der Eurozone kommen Manipulationsgebühren zwischen 1,5 Prozent (Visa, MasterCard und Diners) und zwei Prozent (Amex) dazu. Wer also 400 Euro in der Türkei bezahlt, muss sechs bis acht Euro zur Rechnung hinzuschlagen.

3. Die Flugtauglichen: Wer reist, schätzt hohen Komfort

Ganz rasch kann sich eine Spezial-Karte bezahlt machen. Etwa bei Flügen: Die American Express Platinum (500 Euro pro Jahr) bietet einen Zugang zu 600 VIP-Airport-Lounges weltweit. Dasselbe Lounges-Angebot bietet auch MasterCard über die Platinum-Karte für nur 200 Euro im Jahr. Ein gemütliches Flughafen-Päuschen kann man sich aber auch günstiger beschaffen: Mit Diners Club kann man sich in 450 Lounges weltweit die Zeit zwischen den Flügen vertreiben, und das schon mit der Einsteigerkarte. Für 10 Euro Aufpreis gibt es die Gold Card von Diners und damit einen Business-Class-Check-in an allen österreichischen Flughäfen. Vorteil: Auch wenn man Economy fliegt, kann man sich am weniger frequentierten Business-Schalter anmelden.

4. Die Notfallhilfen: wo man Geld abheben kann - und wo nicht

Wer im Urlaub Bargeld benötigt, kann sich das vor Ort notfalls mit der Kreditkarte holen (kostet aber etwa drei Prozent Spesen). Doch dieser Service wird nicht überall angeboten: bei MasterCard etwa nicht in Gabun, Kamerun, Namibia sowie bei Visa und MasterCard nicht in Nordkorea oder Kuba. Infos dazu: bei Visa unter http://visa.via.infonow.net/locator/global oder bei MasterCard unter http:// www.mastercard.com/at/Service_fur_Kar teninhaber/bankomatensuche.html

5. Die Sicheren: der Versicherungsschutz und was man dabei beachten muss

Während man mit billigen Plastikkarten keine Versicherung im Gepäck hat, führt man bei teuren ein großes Assekuranz-Paket mit sich, das von der Kranken- bis hin zur Reisestorno-Versicherung reicht; danach richtet sich auch die Höhe der Geldzahlung im Leistungsfall. Besonders großzügig: Bei der Amex Platinum ist eine Vollkaskoversicherung beim Mietwagen enthalten (bis zu 75.000 Euro). Achtung: Die Aktivierung des Versicherungsschutzes ist entscheidend. So gilt der Versicherungsschutz der Kreditkarte oft nur, wenn eine Pauschalreise (keine Eigenanreise mit dem Auto) gebucht wurde oder wenn die Reise mehrheitlich mit der Kreditkarte bezahlt wurde. Bei manchen Anbietern muss man innerhalb von zwei Monaten vor Urlaubsantritt die Karte in Verwendung gehabt haben.

6. Die Feinen: Premium- und Luxuskarten mit Extra-Service

Neben den normalen Karten (Classic, Gold und Platin) existieren noch die Luxusausführungen. Eine davon ist die Centurion-Card von American Express. Diese aus Titan gefertigte Karte kostet 1.000 Euro im Jahr (plus Anmeldegebühr von 800 Euro) und setzt einen Jahresumsatz von mindestens 100.000 Euro voraus. Beinahe gleichwertig ist die World Signia von MasterCard, die ebenfalls wie die schwarze Amex nicht bestellbar ist, sondern an besondere Kunden ausgegeben wird. Auch Privatbanken haben für ihre betuchte Klientel eigene Karten im Talon. So etwa die Bank Austria, die nur ihren Private-Banking-Kunden die Visa Infinite anbietet. Kostenpunkt: 400 Euro. Der Beitrag zaubert bemerkenswerten Service hervor, zum Beispiel einen 24-Stunden-Concierge-Dienst (Karten für Oper, VIP-Events oder Sportveranstaltungen).

7. Die Handicap-Befreiten: wo das Golfen inkludiert ist

Golfer finden ein reiches Angebot an Kreditkarten vor. Zuvorderst ist die Golf-Karte von Diners Club zu nennen (90 Euro regulär; via BonusCard von Golfausstatter Golfzone gratis). Darin enthalten ist etwa eine Hole-in-one-Versicherung bis 500 Euro. Mit der American Express Platinum erhält man in einem Jahr sechs Greenfees auf den zwölf schönsten Plätzen (etwa Fontana, Adamstal oder Gutenhof). Das entspricht bereits der jährlichen Gebühr der vielseitigen Karte. Weiters ist die Golf Fee MasterCard von PayLife erwähnenswert: Platzgebühren in 2.550 Golfklubs werden mit ihr halbiert.

8. Preisfalle 1: zu welchen Devisenkursen umgerechnet wird

Wer im Laden, Hotel oder Restaurant im Ausland mit Kreditkarte bezahlt, sollte darauf achten, zu welchem Kurs abgerechnet wird. Die Kreditkartenfirmen machen dies über eigene Referenzwerte (Tageskurse auf Homepages). Somit könnte ein Schnäppchen recht bald zum Gegenteil werden. Wer also genau sein möchte, muss die Manipulationsgebühr (siehe Punkt 2) und die Umrechnungskurse berücksichtigen.

9. Preisfalle 2: bis zu 14 Prozent an Zinsen bei Ratenzahlungen

Diners Club und Card Complete (für Visa und MasterCard) bieten die Zahlung der Kreditkartenrechnung auf Raten an. Doch Vorsicht, die Zinsen sind extrem hoch. Laut Test der Arbeiterkammer liegen sie zwischen 12,5 Prozent und 14 Prozent per annum.

10. Preisfalle 3: im Voraus bezahlt, im Nachhinein zur Kassa gebeten

Für Kinder auf Reisen eignet sich eine Prepaid-Karte. Dabei können Eltern ihrem Nachwuchs einen Betrag aufbuchen. Diese Summe - und nur diese - ist dann konsumierbar. Doch Vorsicht: Die Aufladung kostet ein Prozent der Summe. Und bei Bezahlung im Handel wird sogar im Euroraum eine Gebühr verlangt (PayLife: 0,50 Euro pro Buchung). Wird nicht die gesamte Summe benötigt und eine Rückzahlung begehrt, kommen weitere zwei Euro dazu.

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