Ein Haus am See ...

Ein Haus am See ...

Reich und Schön steht nicht nur gerne in der ersten Reihe, sondern wohnt auch am liebsten dort. FORMAT zeigt, wo Österreichs Prominente Häuser direkt am Seeufer besitzen und wie viel diese wert sind.

Hermann Maier muss während seiner Zeit als aktiver Spitzensportler sehr viel nachgedacht haben. Der Beweis dafür, dass Markus Rogan also irrte, steht in Weißenbach auf einem 4.700 Quadratmeter großen idyllischen Grundstück mit eigenem Seezugang. 2,6 Millionen Euro hat Maier 2005 für das 300 Quadratmeter große Haus bezahlt. Seit seinem Rücktritt 2009 erholt er sich dort. Das Angebot eines russischen Oligarchen vor zwei Jahren schlug er einfach aus. Auch das ein Beweis seiner Intelligenz. "Die Preise für Seegrundstücke sind hoch, und sie werden hoch bleiben“, sagt Walter Mairinger, der als Makler die erste Anlaufstelle für die schönsten Immobilien rund um den Attersee ist.

Doch die Größen aus Wirtschaft und Gesellschaft sind bereit, beinahe jeden Preis für einen Platz in der ersten Reihe am See zu bezahlen. FORMAT zeigt in einer kleinen Tour die Seen, an deren Ufern Österreichs Prominente wohnen, und wie viel die Traumvillen kosten.

Für außergewöhnliche Objekte mit Seezugang sind am Attersee Preise um die zehn Millionen Euro keine Seltenheit mehr. Am Wörthersee wurde vor kurzem ein historisches Seeschlössel für neun Millionen Euro verkauft - jedoch vollkommen renovierungsbedürftig. Und auch bei den reinen Grundstückspreisen ist die 4.000-Euro-Schallmauer bereits durchbrochen. Doch allzu oft gelangen derartige Unikate ohnehin nicht auf den Markt. "Es sind nur rund fünf Seegrundstücke, die pro Jahr ihren Besitzer wechseln“, sagt Mairinger. Am Wörthersee, dem südlichen Pendant zum größten See im Salzkammergut, sind es nur unwesentlich mehr. "Maximal fünf bis zehn Seeliegenschaften werden pro Jahr angeboten“, sagt Immobilienmakler Günther Seidl, der Experte für die Top-Objekte am Wörthersee.

Familienbesitz

Die meisten Seevillen sind schon seit Generationen in Familienbesitz. Oder sie wurden noch zu günstigeren Zeiten erworben. Der Bauunternehmer Karl Leitl erwarb das Schloss Litzlberg am Attersee 1974 um 8,8 Millionen Schilling (650.000 Euro). Heute gehört es seinem Sohn, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, und dessen Geschwistern. Für das renovierungsbedürftige Schloss Kammer auf einer 21.000 Quadratmeter großen Halbinsel am Attersee musste Elisabeth Max-Theurer, die bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau mit einer Goldmedaille erfolgreiche Dressurreiterin und Tochter des Unternehmers Josef Theurer, 1994 bereits 22 Millionen Schilling (1,6 Millionen Euro) bezahlen. Neo-Partei-Gründer Frank Stronach hat sich 2005 seinen Traum vom Haus am Wasser erfüllt und das Schloss Reifnitz vom Land Kärnten um etwas mehr als sieben Millionen Euro erworben - allerdings in renovierungsbedürftigem Zustand. Er ist jetzt in guter Gesellschaft des Wiener Juweliers Hans Schullin, der Belvedere-Direktorin Agnes Husslein und von Ex-Billa-Chef Veit Schalle und Janet Kath.

Trend zum Apartment

Da die Nachfrage nach Villen am See das Angebot bei weitem übersteigt, werden immer öfter alte Hotels mit Seezugang zu Apartmentanlagen umgebaut. Das der Hypo Alpe Adria gehörende Schlosshotel Velden wurde beispielsweise 2011 von Karl Wlascheks Privatstiftung Amisola gekauft und zu einem Apartmentkomplex umgebaut. Das Penthouse hat Heather Mills, die Exfrau von Beatle Paul McCartney, erworben. In Pörtschach entsteht auf dem ehemaligen Grundstück des wegen Anlagebetrugs verurteilten Spekulanten Auer von Welsbach ebenfalls eine Apartmentanlage mit Seezugang. Das dortige 260 Quadratmeter große Penthouse mit beinahe ebenso großer Terrasse hat sich Elisabeth Gürtler gesichert - zum Preis von rund drei Millionen Euro. Ingrid Flick hat sich ein weiteres Grundstück in Auen gekauft (sie besitzt auch eines am Attersee). Und Uhrband-Hersteller Hermann Hirsch ließ sich bei Maria Wörth ein Haus mit Bootssteg errichten.

Millstätter See

Etwas ursprünglicher geht es in Kärnten am Millstätter See zu. Rund um den See haben die Familien Greiter (Kosmetik, Erfinder des Sonnenschutzfaktors), Felsinger (Asphalt) und Polsterer-Kattus (Sekt) ihre Anwesen. Aber eigentlich ist der See fest in der Hand der Bauunternehmerfamilie Soravia. Erwin Soravia senior hat sein Haus bei Seeboden. Schwiegersohn und Andritz-Boss Wolfgang Leitner residiert nicht weit davon entfernt. Auch Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner hat seinen Platz am See (und auch einen am Wörthersee). Und in Seeboden errichtet die Soravia Group eine Hotelanlage mit Eigentums-Apartments.

Seine Liebe zur Architektur lebt Erwin Soravia junior auch am Millstätter See voll aus. Er hat sich mitten in den historischen Kern von Millstatt - unter großem Interesse der Millstätter - von Wolf Prix, Coop Himmelb(l)au, seine zeitgenössische Interpretation einer Seevilla bauen lassen.

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