Was die Griechen im Mai noch zahlen müssen

Die dringlichsten Schuldendienste, die Griechenland erbringen muss, liegen noch im Mai. Darauf hat Analyst Yiagos Alexopoulos von der Schweizer Großbank Credit Suisse Group AG am Dienstag in einer Notiz an Kunden hingewiesen.

Es gehe dabei zunächst um eine Summe von 0,4 Mrd. Euro. Diese ergebe sich aus Staatsanleihen, die nicht griechischem Recht unterliegen und zum 15. Mai fällig werden würden. Nur drei Tage später, also am 18. Mai, endet der Analyse zufolge die Laufzeit von weiteren Staatsanleihen im Volumen von 3,3 Mrd. Euro. Gläubiger sind in diesem Fall die Europäische Zentralbank und nationale Zentralbanken.

Am Dienstag dieser Woche hatte Griechenland fällige Zinsen auf internationale Staatsanleihen im Volumen von 20 Mrd. Yen
(190 Mill. Euro) gezahlt. Das erklärte Petros Christodoulou, der Chef der griechischen Schuldenagentur (GDMA). Ein Ausfall wurde damit vermieden.

Derzeit ist unklar, welche politischen Lager nach den Wahlen vom Wochenende künftig die Regierung in Athen stellen werden. Möglich sind auch Neuwahlen.

EFSF spendiert weiter

Damit kein Zahlungsausfall ausgelöst wird und dadurch ein Kreditergeignis einritt, bleibt der Euro-Rettungsschirm (EFSF) bei seinen zusagen für MAi und Juni.

Der EFS) hat in der Nacht zum Donnerstag bestätigt, 5,2 Mrd. Euro an Griechenland bis Ende Juni überweisen zu wollen. Der Betrag sei Bestandteil einer Tranche von insgesamt 39,4 Mrd. Euro, hieß es einer per E-Mail verschickten Stellungnahme.

Eine Summe von 4,2 Mrd. Euro werde bereits am heutigen Donnerstag zur Verfügung gestellt. Die restliche Milliarde Euro werde nicht vor Juni benötigt und deshalb zurückgehalten, bis die finanzielle Situation von Griechenland eine Überweisung des Betrags erforderlich mache. Die Gelder fließen auf ein zugriffsbeschränktes Konto und sind nur für Schuldendienste von Griechenland gedacht.

Bloomberg/hahn

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