Wahl-Crash an der Börse in Athen

An der Börse in Athen stehen die Zeichen auf Sturm. Der Leitindex ASE verzeichnet die stärksten Kursverluste seit Herbst 2011 und verliert zeitweise acht Prozent an Wert.

Auf den Verliererlisten ganz oben stehen naturgemäß die Banken. Aktien von Alpha Bank, Piraeus oder National Bank of Greece verlieren rund 20 Prozent an Wert.

Wegen Sorgen über den weiteren Kurs Europas in der Schuldenkrise haben auch die europäischen Börsen ihre Talfahrt zu Wochenbeginn fortgesetzt. Die wichtigsten Leitindizes verlieren aktuell zwischen 1,5 und zwei Prozent gegenüber dem Freitags-Schluss. Händler verwiesen auch auf die deutlichen Verluste an den asiatischen Aktienmärkten.

Angst bei Banken nimmt zu

Die Angst bestimmt auch den Handel in den Banken. Die großen europäischen Kreditinstitute horten einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge immer mehr Geld bei Zentralbanken, was darauf hindeutet, dass die Eiszeit an den Interbankenmärkten wieder anbricht. Die Aktien der französischen Branchenvertreter Societe Generale und BNP Paribas wurden zudem von der Wahl Francois Hollandes zum neuen Staatspräsidenten belastet und büßten jeweils gut drei Prozent ein.

Nach den jüngsten Wahlergebnissen in Griechenland und Frankreich ist auch der Euro gegenüber dem US-Dollar am Montag im asiatischen Handel deutlich unter Druck geraten und rutschte zwischenzeitlich unter die Marke von 1,30 Dollar.

Jochen Hahn

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