Porsche wird Rohstoff- und Immoblienhändler

Den Aktionären will die maßgeblich an VW beteiligte und mit netto 1,5 Milliarden Euro verschuldete Holding daher eine Erweiterung des satzungsmäßigen Unternehmenszwecks vorschlagen, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Einladung für die Hauptversammlung am 25. Juni hervorgeht.

Danach will sich die Porsche Holding mit ihren derzeit 33 Mitarbeitern die Möglichkeit eröffnen, künftig auch chemische Erzeugnisse entwickeln und vertreiben zu dürfen. Auch Mobilitätsdienstleistungen sollen laut dem Satzungsentwurf künftig erlaubt sein. Im Rohstoffgeschäft für die Autoindustrie will Porsche in der Zukunft ebenso mitmischen dürfen wie bei der Erzeugung und Beschaffung von Energie, insbesondere aus erneuerbaren Quellen. Neu in den Kanon der genehmigten Unternehmensaktivitäten soll zudem "Erwerb, Halten und Verwalten sowie Veräußerung von Immobilien" aufgenommen werden.

"Wir wollen Vorsorge treffen und unsere Geschäft entlang der automobilen Wertschöpfungskette ausbauen", sagte ein Sprecher. Zunächst würden mit dem Erlös aus dem bis spätestens 2015 anpeilten Verkauf von weiteren knapp 50 Prozent der Porsche AG an VW die verbliebenen Schulden getilgt, die übrigen Mittel würden investiert. VW hält bereits gut die Hälfte an der Porsche AG, die das Fahrzeuggeschäft der Stuttgarter Autoschmiede umfasst. Nach dem Verkauf des vertraglich vereinbarten Restanteils der AG an VW bleibt der Porsche Holding als wesentliche Beteiligung der rund 51-prozentige Anteil an den VW-Stammaktien.

Reuters

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