"World Wealth Report 2012": Zahl der Millionäre in Österreich steigt

"World Wealth Report 2012": Zahl der Millionäre in Österreich steigt

Die Zahl der Millionäre hat sich in Österreich im Vorjahr leicht um rund 400 Personen erhöht.

Das ist ein Zuwachs von 0,6 Prozent von 87.900 auf 88.300 sogenannte HNWI ("High Net Worth Individuals"), die über ein anlagefähiges Vermögen von über einer Million US-Dollar verfügen (792.000 Euro). Der Zuwachs liegt deutlich unter dem vorangegangenen Jahr, als es noch ein Plus von 9,4 Prozent gab, und auch unter dem globalen Durchschnitt von 0,8 Prozent, geht aus dem jüngsten "World Wealth Report 2012" der Beratungsfirma Cap Gemini hervor.

In den Top-Drei-Ländern USA, Japan und Deutschland leben insgesamt 53,3 Prozent aller Dollar-Millionäre und damit etwas mehr als im Jahr 2010 mit 53,1 Prozent. Der größte prozentuale Zuwachs an Reichen unter den ersten zwölf Ländern konnte in Brasilien mit 6,2 Prozent festgestellt werden. Auf dem zwölften Platz wurde Indien von Südkorea verdrängt.

Das finanzielle Vermögen der HNWI hat 2011 weltweit in allen Regionen abgenommen, Ausnahme ist der Mittlere Osten. Der Rückgang um 1,7 Prozent ist der erste seit der globalen Wirtschaftskrise 2008, damals schmolz das weltweite Vermögen um ganze 19,5 Prozent.

Die Anzahl der Reichen in der Region Asien/Pazifik stieg 2011 um 1,6 Prozent auf 3,37 Millionen. In der Region leben zum ersten Mal die weltweit meisten Vermögenden und damit mehr als in der bisherigen Spitzenreiter-Region Nordamerika mit 3,35 Millionen. Nordamerika bleibt jedoch nach wie vor mit 11,4 Billionen US-Dollar die Region mit dem größten HNWI-Vermögen, verglichen mit 10,7 Billionen US-Dollar in der Region Asien/Pazifik.

Nach dem deutlichen Wachstum von 8,3 Prozent im Jahr 2010 wuchs 2011 die Anzahl der HNWI weltweit marginal um 0,8 Prozent auf 11,0 Millionen. Der größte Anteil dieses Wachstums kann den vermögenden Privatanlegern zugeordnet werden, die zwischen ein und fünf Millionen US-Dollar besitzen. Diese Vermögensklasse macht 90 Prozent der globalen HNWI aus und wuchs um 1,1 Prozent.

Während die Anzahl stieg, sank das globale Vermögen der HNWI 2011 um 1,7 Prozent auf 42,0 Billionen US-Dollar (2010: +9,7 Prozent auf 42,7 Billionen US-Dollar). Die Zahl der Ultra-HNWI fiel 2011 um 2,5 (+10,2) Prozent und ihr Vermögen schrumpfte um 4,9 (+11,5) Prozent. Als Ultra-HNWI gelten Personen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mindestens 30 Millionen US-Dollar verfügen, selbst genutzte Immobilien und sowie Sammlungen wertvoller Objekte und Verbrauchsgegenstände nicht inbegriffen.

Mit Blick auf die Zukunft werden sich vermögende Privatanleger auf andauernde Marktschwankungen und längere Perioden mit zweigeteilten Investitionsergebnissen vorbereiten müssen: entweder hohe Gewinne oder große Verluste, seltener jedoch ausgewogene Ergebnisse, heißt es im Report.

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