Rezession in Österreich? - Industrieproduktion schrumpft

Rezession in Österreich? - Industrieproduktion schrumpft

Die Volkswirtschafter der Bank Austria schlagen Alarm: "Noch nie in der Geschichte unseres seit 1998 bestehenden Indikators haben Österreichs Industriebetriebe einen so starken Rückgang der Produktionsdynamik gemeldet wie in diesem Juli", sagt der BA-Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Der von der Bank Austria erstellte Einkaufsmanagerindex ist im Juli bereits zum fünften Mal in Folge gesunken, diesmal von 50,1 auf 47,4 Punkte. Erstmals in diesem Jahr ist Österreichs Industrieproduktion damit rückläufig. "Während im Juni noch die Mehrheit der Industriebetriebe Produktionsausweitungen meldete, dominieren im Juli die Unternehmen mit Produktionsrückgängen", erklärte Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer die Zahlen laut Aussendung vom Montag.

Zeichen für eine Rezession

"Noch nie in der Geschichte unseres seit 1998 bestehenden Indikators haben Österreichs Industriebetriebe einen so starken Rückgang der Produktionsdynamik gemeldet wie in diesem Juli", erklärte Bruckbauer. Der Indikator für die Produktionsleistung, der auf einer Umfrage beruht, fiel von einem noch sehr positiven Stand von 54,2 Punkten im Juni auf 47,8 Punkte, was eine Rezession anzeigt.

Auch die Neuaufträge und in der Folge auch die Beschäftigung in den Industriebetrieben sind rückläufig. "Bedingt durch die verminderte Auftragslage erreicht der Beschäftigungsabbau in der Industrie im Juli ein Tempo wie zuletzt Anfang 2010", sagte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl, was "ein Hinweis auf eine längere Schwächephase der Industriebetriebe" sei. "Verkürzte Lieferzeiten und deutlich schrumpfende Einkaufsmengen sind ebenfalls ein erkennbares Signal der wirtschaftlichen Schwäche." In dieses Bild passt auch, dass die Verkaufspreise im Juli erneut leicht rückläufig waren. Die Einkaufspreise sind aufgrund sinkender Rohstoffpreise sogar noch deutlicher gesunken als die Verkaufspreise.

Angesichts der auch in anderen Euroländern rückläufigen Stimmungsindikatoren rechnen die Ökonomen der Bank Austria für die nächsten Monate mit keiner merklichen Beschleunigung der Produktion der österreichischen Industrie. "Wachstumsschwäche und Unsicherheit in Bezug auf den Euroraum erfassen nun die gesamte Region."

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