Mensdorff-Pouilly entschlägt sich über 30 Mal

Mensdorff-Pouilly entschlägt sich über 30 Mal

Nur mit großer Mühe ist es heute den Abgeordneten im parlamentarischen Korruptions-Untersuchungsausschuss gelungen, dem Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly Fragen zu stellen, bei denen sich der wegen Geldwäsche, falscher Beweisaussage und der Vorlage eines angeblich verfälschten Beweismittels Angeklagte nicht auf sein Entschlagungsrecht zurückzog.

Über 30 Mal waren heute aus dem Munde von Mensdorff-Pouilly die Worte: "Dazu entschlage ich mich" zu hören.

"Ich entschlage mich bei allem, was die Valurex betrifft", sagte der Lobbyist nicht nur einmal. Oder auch: "Das ist Valurex, das mach' ma vor dem Richter", oder auch: "Sie hätten es lesen sollen, das steht Valurex dabei". Über die Mensdorff zugerechnete Briefkastenfirma Valurex sollen 2,6 Mio. Euro vom Konsortiumspartner Motorola an Mensdorff geflossen sein. Alles was er sage, werde kriminalisiert. Er habe keine Lust, ein drittes Verfahren wegen falscher Zeugenaussage vor dem U-Ausschuss zu haben, so der Lobbyist an anderer Stelle.

Zunächst wollte sich Mensdorff auch zu vorgelegten Aussagen des Motorola-Anwaltes Marcus Asner entschlagen, weil er ihn angezeigt habe. Daraufhin warnte ihn der Verfahrensanwalt: Ein falscher Sachverhalt in der Anzeige könnte ihn belasten, Mensdorff könnte sich daher der Aussage entschlagen, bei einem richtigen Sachverhalt könne er sich aber einer Aussage vor dem U-Ausschuss nicht entschlagen. Mensdorff berichtete daraufhin, dass ihn Asner unter anderem der Bestechung bezichtige, er habe aber niemanden bestochen. "Daher habe ich ihn angezeigt. Das lasse ich mir auch von einem amerikanischen Anwalt nicht gefallen", so Mensdorff. Er habe auch in diesem Fall niemanden bestochen.

Auf die Frage, warum er bei den Referenzen zur Bonität seiner Firma gegenüber Motorola auch seine Friseurin angeführt habe, meinte Mensdorff: "Ich hab mir gedacht, habt mich gern, wir schreiben hinein, was wir wollen, entweder sie wollen uns oder nicht". Und im übrigen sei es nicht seine Friseurin, sondern die seiner Frau gewesen.

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