Gehälter bei ÖBB: Plus 3,4 Prozent

Gehälter bei ÖBB: Plus 3,4 Prozent

ÖBB-Chef Christian Kern spricht von "vernünftiger Lösung".

Die Gehälter bei den ÖBB steigen mit Juli um 2,4 Prozent plus den Fixbetrag von 25 Euro pro Monat, teilte das Unternehmen am Dienstagabend in einer Aussendung mit. Die Bandbreite der Gehaltserhöhung liege somit zwischen 2,7 und maximal 3,9 Prozent für die niedrigeren Gehaltsgruppen - laut der Gewerkschaft Vida ein Plus von durchschnittlich 3,4 Prozent, laut ÖBB 3,2 Prozent. Der Abschluss gilt für die kommenden zwei Jahre. Zudem wird die Arbeitszeit der rund 29.000 ÖBB-Mitarbeiter mit Juli 2013 von 40 auf 38,5 Wochenstunden gesenkt. Die Arbeitszeitverkürzung um 3,75 Prozent ersetzt 2013 eine reguläre Lohnerhöhung.

"Dies ist eine vernünftige Lösung, die dem Unternehmen hilft, wirtschaftliche Rationalisierungsmaßnahmen zu lukrieren und gleichzeitig für die Mitarbeiter einen fairen Anteil am Produktivitätsfortschritt ermöglicht", kommentierte ÖBB-Holding-Chef Christian Kern. Ziel sei es, die durch Rationalisierungsmaßnahmen und den Frühpensionierungsstopp entstandenen Überkapazitäten der Personalressourcen im Konzern besser zu nutzen und zu verteilen. Hintergrund ist laut ÖBB, dass die durch Produktivitätsfortschritte weniger werdende Arbeit nicht mehr durch organisatorische Frühpensionierungen abgebaut werden kann und so die Steuerung der Kapazitäten nur über die Regelarbeitszeit erfolgen kann.

"Angesichts des schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeldes in Europa und den nicht zu überhörenden Rufen nach Nulllohnrunden für Beamte und Pensionisten in Österreich ist uns für die ÖBB-Beschäftigten ein beachtlicher Abschluss gelungen", freute sich ÖBB-Konzernbetriebsratsführer und Verhandlungsführer auf Arbeitnehmerseite Roman Hebenstreit in einer Aussendung. Auch eine Höherbewertung der Nachtarbeit im Schichtdienst sei erzielt worden - künftig soll es mehr Erholungsphasen geben. Die Verkürzung der Arbeitszeit mit Juli 2013 entspreche "voll und ganz dem Trend in der österreichischen Arbeitswelt", so Hebenstreit.

Allerdings sind für die Verkürzung der Arbeitszeit laut Vida noch Verhandlungen mit der Wirtschaftskammer erforderlich: Die KV-Verhandlungen für die Eisenbahner, für die die Dienst- und Besoldungsordnung für Privatbahnen (DBO) bzw. der Kollektivvertrag (KV) für alle Arbeitnehmer bei österreichischen Eisenbahnunternehmen (seit 1. Jänner 2011) gilt, würden noch heute, Dienstag, mit dem KV-Partner Wirtschaftskammer, Fachverband der Schienenbahnen, fortgesetzt. Dabei werde auch die Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen in den Eisenbahnlehrberufen von der Gewerkschaft vida verhandelt.

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