Griechenland: Der nächste Export-Versicherer steigt aus

Griechenland: Der nächste Export-Versicherer steigt aus

Am Mittwochabend hatte bereits Marktführer Euler Hermes SA einen ähnlichen Schritt angekündigt.

“Wir werden Lieferungen an neue Käufer in Griechenland nicht mehr abdecken”, erklärte Atradius mit Sitz in Amsterdam. Bei ausgewählten bestehenden Kunden werde Atradius jedoch auch weiter das Handelskreditrisiko übernehmen.

Ohne eine Export-Versicherung, die Unternehmen entschädigt, wenn ein Kunde nicht zahlen kann, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte Güter nicht mehr an griechische Unternehmen oder Läden geliefert werden.

Der französische Warenkreditversicherer Coface kündigte ebenfalls an, nur noch “mit den gesündesten griechischen Unternehmen” Geschäfte zu machen. Am Mittwoch hatte bereits Euler-Sprecherin Bettina Sattler telefonisch gegenüber Bloomberg News erklärt, dass für künftige Lieferungen nach Griechenland kein Versicherungsschutz mehr angeboten werde.

Die Entscheidung sei getroffen worden, da der Export nach Griechenland “deutlich riskanter” geworden ist, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Euler Hermes gehe jedoch nach wie vor davon aus, dass Griechenland in der Eurozone bleiben werde.

In Griechenland stehen am 17. Juni erneute Wahlen an, da nach dem Urnengang Anfang Mai keine arbeitsfähige Regierung hatte gebildet werden können. Dabei bestehen Befürchtungen, dass Parteien gewinnen, die sich gegen die Voraussetzungen für die Hilfszahlungen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) stellen.

Bloomberg/hahn

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