Für die Citigroup steht GrEXIT praktisch fest

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Die Bank rechnet zudem mit einer länger anhaltenden Konjunkturschwäche und Ansteckungseffekten für den Euro- Währungsraum.

Zuvor hatte Citigroup die Wahrscheinlichkeit eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Euroraum bei 50 bis 75 Prozent gesehen. Die Bank erwartet den Austritt in den nächsten zwei bis drei Quartalen.

Die Troika der internationalen Gläubiger Griechenlands - die Europäische Zentralbank, die Europäische Kommission und der Internationale Währungsfonds - ist in dieser Woche in Athen, um die Fortschritte des Landes bei der Erfüllung der Konditionen für die Hilfsgelder zu überprüfen. Indes nimmt in Deutschland und anderen Euroraum-Staaten die Bereitschaft ab, Griechenland bei Nichterfüllung der Ziele weitere Gelder zukommen zu lassen.

Angesichts der stärkeren Turbulenzen in Spanien und Italien zögerten Politiker in Europa eher, einem Land zu helfen, das seine Zielvorgaben nicht erfüllt, erklärte Citigroup. Trotz der Hilfsgelder für die spanischen Banken dürfte sowohl Spanien als auch Italien eine gewisse Form eines vollständigen Hilfsprogramms bis Ende 2012 benötigen, erwartet die US-Bank.

Bond-Troubles

Die Renditen von zwei-, fünf-, zehn- und 30-jährigen spanischen Anleihen sind in dieser Woche auf Euro-Ära- Rekordhochs geklettert. Der Renditeaufschlag von zehnjährigen italienischen Papieren gegenüber deutschen Bundesanleihen stieg am Dienstag auf den höchsten Stand seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Mario Monti am 16. November.

“Wir gehen von einer fortgesetzten Konjunkturschwäche und Finanzmarktbelastungen in den Randstaaten aus, was zu einer erneuten Rezession für den gesamten Euroraum in diesem und im nächsten Jahr führen dürfte”, schrieb Citigroup in einer Mitteilung.

Ohne die Auszahlung einer Tranche von 4,2 Mrd. Euro, die im Juni fällig war, droht Griechenland das Geld auszugehen. Politiker sprechen mittlerweile offen über die Möglichkeit, dass das Land eine weitere Bond-Umstrukturierung benötigt. Evangelos Venizelos, der Führer der griechischen Pasok-Partei, bezeichnete am 7. Juli eine Abschreibung der von der EZB gehaltenen Anleihen als mögliche Option zur weiteren Senkung der Staatsschulden.

“Es gibt wohl immer noch eine erhebliche, und vermutlich unüberbrückbare, Kluft zwischen den von den Gläubigern geforderten fiskalpolitischen Verbesserungen und dem, was in Griechenland politisch und wirtschaftlich durchsetzbar ist”, schrieb die Citigroup.

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