Europäische Ratingagentur kommt

Europäische Ratingagentur kommt

Die geplante europäische Ratingagentur wird nach Worten von Roland-Berger-Aufsichtsratschef Burkhard Schwenker demnächst startklar sein. "Das Konzept ist umsetzungsreif", sagte er dem Magazin "Wirtschaftswoche".

Die Initiative sei zwar von der Beratungsfirma gelöst worden, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Ein Ex-Partner der Gesellschaft treibe das Projekt aber mit seiner persönlichen Unterstützung weiter voran, sagte er in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Er sei zuversichtlich, dass die nötigen 100 Millionen Euro Startkapital bis Jahresende von privaten Investoren eingesammelt seien. Zustimmung aus der Politik gebe es, das Kapital müsse aber privat aufgebracht werden, um eine politische Vereinnahmung der Agentur zu verhindern.

Die Idee einer europäischen Ratingagentur kam aus Unzufriedenheit mit den drei führenden US-Agenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch auf. Diese haben im Zuge der Staatsschuldenkrise die Kreditwürdigkeit europäischer Staaten reihenweise gesenkt und damit deren Kredite verteuert, was europäische Politiker als ungerechtfertigt bezeichnet hatten. Diese verwiesen auf die Reformanstrengungen der Krisenländer sowie auf die vergleichsweise höhere Verschuldung anderer Staaten wie etwa den USA.

Im April hatte es Meldungen gegeben, wonach das Projekt der europäischen Ratingagentur wegen Finanzierungsproblemen vor dem Aus stehe. Damals war allerdings von einem nötigen Startkapital von 300 Millionen Euro die Rede. Roland Berger hatte allerdings betont, man sei weiter optimistisch.

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