Heftige Breitseite von Maria Fekter Richtung Frankreich

"Wachstum finanziert durch Schulden? Das sind doch Rezepte von vorgestern", sagte Fekter in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der "Oberösterreichischen Nachrichten".

Hollandes Argumente seien "Unsinn und haben uns erst in dieses ganze Schlamassel gebracht. Es ist auch die Ansicht, dass jede Sparmaßnahme wachstumshemmend ist, falsch." Man müsse Reformen umsetzen und gleichzeitig gezielt in Bereiche investieren, die Wachstum schaffen, wie Forschung und Bildung.

Fekter äußerte sich kurz vor einem informellen EU-Gipfel am Mittwoch in Brüssel. Dort dürfte Hollandes Forderung nach Eurobonds eines der wichtigen Themen sein. Die deutsche Bundesregierung lehnt Eurobonds ab. Dieses Instrument der gemeinsamen Kreditfinanzierung sei "das falsche Rezept zur falschen Zeit mit den falschen Nebenwirkungen", sagte etwa Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter am Montag. Für schuldenfinanzierte Programme zur Wachstumsförderung sei Deutschland ebenfalls nicht zu haben.

Auf die Frage, ob Griechenland die Euro-Zone verlassen solle, sagte Fekter, dies löse nicht die Hausaufgaben, die die Griechen zu erledigen hätten. "Mit einer neuen Währung kommt ja nicht das Manna vom Himmel." Eine Währungsabwertung möge zwar kurzfristig die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands stärken. An Strukturreformen, die Wachstum erst ermöglichten, führe trotzdem kein Weg vorbei. Zudem sei jedes Szenario, Griechenland aus der Euro-Zone zu entlassen, mit höchsten Schwierigkeiten verbunden. "Da ist keines so attraktiv, dass man sich darauf stürzen würde."

Reuters

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