Emirates fliegt der Konkurrenz davon: 409 Millionen Dollar Gewinn

409 Mio. US-Dollar (316 Mio. Euro) bedeuten ein Minus von 72,1 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor, wo noch 1,5 Mrd. Dollar Airlinegewinn vermeldet wurden. Die Fluggesellschaft mit Sitz in Dubai machte dafür die "stark gestiegenen Treibstoffpreise" verantwortlich. Die europäischen Airlines, darunter auch die AUA, schreiben wegen der Rekordpreise beim Kerosin reihenweise Verluste.

Emirates-CEO Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum (Bild) kommentierte: "Ein Ergebnis, das im Gegensatz zum allgemeinen Trend in der Airline-Industrie steht." Emirates gab im abgelaufenen Finanzjahr um 1,6 Mrd. Dollar mehr für Sprit aus. Die Treibstoffausgaben machten bereits 40 Prozent der Gesamtkosten aus, geht aus dem Jahresbericht hervor.

Der Umsatz von Emirates Airline stieg um 14,9 Prozent auf 17 Mrd. Dollar im Vergleich zum Finanzjahr 2010/11. Die massiv expandierende Fluggesellschaft stellte zuletzt mehr als 6.000 neue Mitarbeiter ein und steigerte die Mitarbeiterzahl um über 10 Prozent. Mit Stand Ende März 2012 beschäftige die Emirates Group 63.000 Mitarbeiter aus 160 Ländern.

Der Konzernnettogewinn der Gruppe lag bei 629 Mio. Dollar, nach 1,6 Mrd. Dollar im Jahr davor. Das ist um fast eine Milliarde Dollar weniger. Das konzernweite Umsatzwachstum bremste sich im Vergleich zum letzten Finanzjahr leicht auf 17,8 Prozent ein, die Einnahmen machten in der aktuellen Bilanz 18,4 Mrd. Dollar aus.

Frachtsparte mit Umsatzplus

Die Frachtsparte SkyCargo steuerte zum Umsatz 2,6 Mrd. Dollar bei (+8,4 Prozent), dabei schrumpft das Luftfrachtaufkommen international. In den Maschinen von Emirates wurden im vergangenen Jahr 1,8 Mio. Tonnen Fracht transportiert, ein Plus von 1,7 Prozent. Der zu Emirates gehörende Bodenabfertiger dnata hat den Umsatz auf 1,9 Mrd. Dollar mehr als verdoppelt und einen Rekordgewinn von 220 Mio. Dollar erzielt.

Emirates beförderte im abgelaufenen Finanzjahr 34 Mio. Passagiere, ein Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Auslastung blieb mit 80 Prozent annähernd gleich. Im Schnitt waren 4 von 5 Sitzplätzen in den Emirates-Fliegern besetzt. Die Kapazität (Available Seat Kilometres) wurde insgesamt um 9,8 Prozent erweitert. Der Durchschnittsertrag 2011/2012 pro Passagier (Yield) stieg nach Airline-Angaben um 7,8 Prozent auf 8,3 US-Cents pro ausgelastetem Passagierkilometer (Revenue Passenger Kilometre). Das Netzwerk wurde in diesem Zeitraum um elf neue Destinationen ausgebaut. Nach Wien hat Emirates im Vorjahr die Frequenzen von 7 auf 13 wöchentliche Flüge beinahe verdoppelt - unter heftigem Widerstand von Erzfeind Lufthansa/AUA.

Die Flugzeughersteller Boeing und Airbus haben im abgelaufenen Finanzjahr insgesamt 22 neue Flugzeuge nach Dubai geliefert: 14 Boeing 777-300ER, zwei Boeing 777-200LFR und sechs Airbus A380. Neu bestellt wurden 50 Boeing 777-300ER. Damit hat Emirates insgesamt Bestellungen von 232 Flugzeugen im Wert von 84 Mrd. Dollar ausständig.

APA/hahn

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