Apple: Das große Zittern vor der Quartalsbilanz

Der Kurs der Apple-Aktie hat seit 10. April gut zehn Prozent verloren. Das bedeutet, dass die Firma seit dem Hoch rund 53 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüßt hat.

Für Jänner bis März erwarten die Analysten von Apple einen Gewinn von 9,2 Milliarden Dollar oder zehn Dollar je Aktie. Gleichzeitig dürfte der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres auf 36,6 Milliarden Dollar geklettert sein. Das wäre zwar weniger als im Schlussquartal 2011 – dem ersten Quartal des Geschäftsjahres – als Apple wegen dem Weihnachtsgeschäft 46 Milliarden Dollar umsetzte. Doch für ein zweites Quartal wäre es ein neuer Rekord.

Apple selbst ist bescheidener und erwartet einen Gewinn je Aktie von 8,50 Dollar und einen Umsatz von 32 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal erzielte das Unternehmen noch einen Gewinn je Aktie von 6,40 Dollar und einen Umsatz von 24,7 Milliarden Dollar. Dabei dürfte wie in der Vergangenheit, der Großteil der Erlöse aus dem Verkauf des iPhones kommen. Schätzungen gehen von 30 Millionen Stück aus, 61 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Aktie überbewertet?
Nur wenn Apple seine eigenen Prognosen und die der Analysten erneut deutlich übertreffen wird, könnte es mit der Aktie wieder aufwärts gehen, urteilen Analysten. Einige sind aber der Meinung, dass die Apple-Aktie inzwischen schlicht überbewertet ist, weil der Kurs nicht alle Risiken enthalte, die auf das Unternehmen zukommen. So wird erwartet, dass Apple es in Zukunft schwerer haben wird, das derzeitige Absatzvolumen an neuen iPhones aufrechtzuerhalten.

Esrte Indizien dazu kommen aus den USA. Dort sind die iPhone-Verkäufe beim größten Mobilfunkanbieter Verizon im ersten Quartal mit 3,2 Millionen Stück um 1,1 Millionen Stück niedriger ausgefallen als im Vorquartal.

Margendruck

Zudem dürfte der Druck auf die Ertragsstärke zunehmen. Denn die Margen werden besonders beim iPad unter die Räder kommen. Hauptkonkurrent Samsung luxt auch in diesem Bereich dem US-Konzern immer öfter Marktanteile ab. Besonders dick dürfte es aber im Spätherbst für Apple kommen. Denn da launcht Microsoft das langersehnte Betriebssystem Windows 8 (W8). Zeitgleich sollen über 30 Tablets auf den Markt kommen, die mit W8 laufen. Dabei handelt es sich um das Who is Who der Technologieszene. Intel, HP, Dell, Nokia – alle werden Apple das Leben sehr schwer machen.

Allerdings sind kritische Stimmen unter der Expertenschar noch immer rar. Von den 48 Analysten, die Apple beobachten, bewerten acht die Aktie mit "Halten", niemand mit "Verkaufen".

Agenturen/hahn

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