Air Berlin fliegt bald wieder aus den roten Zahlen

Die Fluggesellschaft Air Berlin, Mutter der österreichischen flyniki (Niki), will sich von der geplatzten Eröffnung des Hauptstadtflughafens nicht das Jahr verderben lassen.

Nach einem verbesserten Jahresstart peilt der Vorstand um Chef Hartmut Mehdorn im operativen Geschäft weiterhin die Gewinnschwelle an, auch wenn die Mehrkosten durch die verschobene Flughafeneröffnung noch nicht feststehen.

"Wir gehen davon aus, dass der Flughafen zu dieser Panne steht und den Schaden reguliert", sagte Mehdorn. Die Mehrkosten dürften die Bilanz der zweitgrößten deutschen Airline nicht belasten. Summen will Air Berlin in den nächsten Tagen bekanntgeben. Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens war am vergangenen Dienstag knapp vier Wochen vor dem Termin geplatzt, als Grund wurden hatten die Betreiber Probleme beim Brandschutz genannt.

Minus von 103 Millionen Euro

Zwischen Jänner und Ende März konnte der angeschlagene Lufthansa-Konkurrent den saisontypischen Verlust dank seines Spar-und Schrumpfkurses spürbar eindämmen. Das Minus sank auf 103 Mio. Euro, das sind rund 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei trotzte das Unternehmen auch dem gestiegenen Ölpreis, der nicht nur die Lufthansa zuletzt tiefer in die roten Zahlen gerissen hatte.

Das laufende Sparprogramm hat laut Mehdorn 50 Mio. Euro zum Ergebnis beigetragen. Er sprach von einem guten Start in ein schwieriges Jahr, fügte aber hinzu: "Es gibt noch keinen Grund zum Jubeln - im Gegenteil. Wir müssen unsere Bemühungen verstärken."

Finanzchef Ulf Hüttmeyer sagte, das erste Vierteljahr sei besser gelaufen als erwartet. Ziel sei ein besseres operatives Ergebnis. Vom Schuldenberg müsse ein deutlicher Betrag abgetragen werden. Zum Jahreswechsel betrug er 813 Mio. Euro, am 31. März noch 677 Mio. Euro.

APA

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