10 Reise-Empfehlungen für 2014

1. Iran/Isfahan

2. Restaurants in Schanghai und Hongkong machen das Dinner zum Fest für alle Sinne

3. Sind Hostels die neuen Boutique-Hotels?

4. Resorts der Extraklasse auf Bali

5. Kulturhauptstadt Riga

6. Mit dem Segelschiff durchs Mittelmeer

7. Spanien feiert den Griechen

Ausstellungen zum 400. Todestag von El Greco

8. Pop-up-Hotel in Rio

9. Sarajevo

10. Küchenchefs lieben jetzt Ameisen

1. Sehenswerter Iran: Jetzt ist es an der Zeit, eines der schönsten Länder des Nahen Osten kennenzulernen

Welchen Unterschied doch ein neuer Präsident machen kann. Dass der Iran ein faszinierend schönes Land mit einzigartigen Sehenswürdigkeiten ist, stand immer außer Zweifel. In den Iran des Mahmud Ahmadinedschad wollte dennoch kaum ein Tourist. Aus guten Gründen. Nun jedoch ist alles im Wandel. Um ein Drittel mehr Touristen besuchten in den letzten drei Monaten das Land, meldet die iranische Tourismusbehörde. Für 2014 wird eine Verdoppelung erwartet. Reiseveranstalter kämpfen um Hotelkapazitäten. Der FORMAT-Traveller, der vor einigen Jahren den Iran bereist hat, kann bestätigen: Das Land ist absolut sehenswert. Vor allem Isfahan (Foto) ist eine unvergleichlich schöne Stadt. Der Meidān-e Emām (Platz des Imams) ist nicht nur der zweitgrößte Platz der Welt (nach dem Platz des himmlischen Friedens in Peking), er bildet mit der Königsmoschee, der Scheich-Lotfollāh-Moschee, der Hohen Pforte und dem Eingang zum Basar eines der schönsten architektonischen Ensembles weltweit. Auch Shiraz mit seinen Rosengärten, den Parkanlagen und dem nahen Persepolis sollte man besucht haben.

2. Essen macht Spaß. Restaurants in Schanghai und Hongkong machen das Dinner zum Fest für alle Sinne

In Städten wie Hongkong, Schanghai oder Peking wird das Dinner zum Spektakel. Nirgendwo wird das eindrucksvoller demonstriert als im Restaurant Ultraviolet ( uvbypp.cc ) in Schanghai. Die Restaurantadresse wird nicht verraten, ein Bus holt die Gäste an einer vereinbarten Stelle ab, sie werden zum Lokal gebracht, und dann nimmt die Show ihren Lauf mit einer wilden Inszenierung, mit der wunderbaren, molekular-inspirierten Küche des Franzosen Paul Pairet und mit viel Musik, Video und Special Effects. Kostet pro Person 400 Dollar. Ein Wahnsinn!

3. Gute Nacht! Sind Hostels die neuen Boutique-Hotels?

Ja, immer öfter! Einige Hostels, die in jüngster Zeit aufgemacht haben, überzeugen mit stylishem Design, hippen Lounges und beachtlichem Komfort. Bestes Beispiel: die Gruppe der Generator Hostels ( generatorhostels.com ) mit dem besonders bemerkenswerten Haus in Venedig. Zu diesen schicken Hostels der neuen Generation zählen auch das One80° in Berlin ( one80hostel.de ), das #bunk in Istanbul ( bunkhostels.com ) und Sleepbox in Moskau ( sleepbox-hotel.ru ).

4. Das Bali-Revival. Resorts der Extraklasse machen die Insel wieder zum exklusiven Urlaubsziel

Zuletzt war Bali von unserem Radar verschwunden. Was einst das Mekka der Aussteiger, Hedonisten, Surfer und Hippies war, verkam zu einem Ballermann für trinkfeste Australier. Daran konnten nicht einmal gelegentliche Terroranschläge etwas ändern. Doch in den letzten Jahren war ein bemerkenswertes Revival zu beobachten. Nicht an den Stränden, sondern im bergigen Hinterland. Zu den ganz hervorragenden Resorts, die jüngst dort aufgemacht haben, zählt auch das Uma by Como ( comohotels.com ).

5. Kulturhauptstadt Riga: Die lettische Hauptstadt feiert sich und die Geschichte des Buches

Eigentlich sollte man europäische Kulturhauptstädte mit ihrem aufgeblasenen Hype meiden. Doch es gibt Ausnahmen. Marseille war in diesem Jahr auf jeden Fall eine Reise wert. Und 2014? Umeå in Nordschweden? Na ja. Riga in Lettland? Wohl eher. Ein Schwerpunkt ( riga2014.org ) wird sich dem Thema "Buch“ widmen: mit der Ausstellung "Das Buch. 1514-2014“ und mit einer Menschenkette am 18. Jänner, in der die Bücher der alten Nationalbibliothek von Hand zu Hand in die neue Nationalbibliothek gereicht werden.

6. So können auch Kreuzfahrten ein Abenteuer sein: mit dem Segelschiff durchs Mittelmeer

Seit Kreuzfahrten zum Massenvergnügen geworden sind, die Schiffe immer größer werden und zu schwimmenden Shoppingmalls mutieren, suchen die wahren Kenner smarte Alternativen - und finden sie in eleganten, schnittigen und exklusiven Seglern. Star Clippers ( starclippers.com ) und Sea Cloud ( seacloud.com ) heißen die beiden führenden Segelschiff-Familien, die auch in diesem Sommer wieder das Mittelmeer befahren. Wenn das nicht die ideale Kombination von Luxus und Abenteuer ist?

7. Spanien feiert den Griechen: Ausstellungen zum 400. Todestag von El Greco.

Vor 400 Jahren starb Doménikos Theotokópoulus, genannt El Greco, in der spanischen Stadt Toledo, wo er seit 1577 gelebt und gearbeitet hatte und in der auch heute noch einige der ganz großartigen, ausdrucksstarken Werke dieses Malers des Spätrenaissance zu finden sind. Selbstverständlich wird das Jubiläum hier und in ganz Spanien gebührend begangen ( elgreco2014.com ). So zeigt der Prado im nahen Madrid die Ausstellung "El Greco y la pintura moderna“ und in Toledo ist die Schau "El Griego de Toledo“ zu sehen.

8. Wo man während der Fußball-WM chillen kann: ein Pop-up-Hotel in Rio

Rechtzeitig zur Fußball-WM eröffnet Claus Sendlinger, der Chef der Vermarktungsgruppe Designhotels, in Rio de Janeiro ein Pop-up-Hotel: das Maria Santa Teresa ( designhotels.com ). Mit Pop-up-Hotels hat Sendlinger ja Erfahrung: das Papaya Playa in Tulum und das San Giorgio auf Mykonos haben längst Kultstatus. Das Santa Teresa wird der perfekte Ort zum Chillen zwischen den Spielen sein.

9. Auf den Spuren eines Attentats: Sarajevo ist wieder eine Reise wert

An der Strassenecke, die unser Foto zeigt, befand sich vor genau hundert Jahren das Café Croatia. Dort trank der junge Serbe Gavrilo Princip am 28. Juni noch schnell einen Kaffee, bevor er auf die Straße trat und den österreichischen Thronfolger samt Gattin erschoss. Die Konsequenzen sind bekannt. Der Jahrestag sollte ein guter Anlass sein, das multikulturelle, höchst interessante Sarajevo zu besuchen.

10. Schmeckt’s? Küchenchefs lieben jetzt Ameisen

Ameisen! Überall Ameisen! Gourmets auf Reisen werden 2014 immer öfter mit diesen Insekten konfrontiert werden. Sie werden sie auf dem einen oder anderen Teller finden. Zum Beispiel bei Alex Atala, dem aktuellen Darling der Feinschmeckerszene. In seinem Restaurant D.O.M. in São Paulo verwendet er sie gerne - als Ganzes, vor allem aber als Gewürz. "Ameise auf Ananas“ ist eines seiner Signature-Gerichte. Wer nicht so weit reisen will: Auch René Redzepi, der Starkoch von Kopenhagen, hat Ameisen in sein Menü eingebaut. Viele andere Küchenchefs werden dem Beispiel folgen.

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