Öffis, Elektrofahrräder, Carsharing und Mietautos als Alternative

Eine Jahreskarte der Wiener Linien kostet ab Mai mit 365 Euro weniger, als die meisten Autos in einem einzigen Monat Gesamtkosten verursachen.

Der Suzuki Alto 1,0 GA ist mit monatlichen Kosten von 322 Euro das günstigste Auto Österreichs. Trotzdem sieht der Sparefroh im direkten Kostenvergleich zu anderen Arten der Fortbewegung alt aus. Wer Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schonen will, kommt etwa bei den Wiener Linien ab 1. Mai mit einer Jahreskarte zum Preis von 365 Euro deutlich günstiger weg. Auch für Pendler zahlt sich der Umstieg in den öffentlichen Verkehr aus. Wer in Bruck an der Mur lebt und in Graz arbeitet, kommt laut einer Kalkulation des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bei einer Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr mit 1.046 Euro weg. Zum Vergleich: Pendler, die mit einem Opel Corsa unterwegs sind, zahlen im Jahr 4.450 Euro, mit einem Audi A6 sogar 7.500 Euro. Die Ersparnis liegt also zwischen 3.404 und 6.454 Euro.

Geteilte Last

Wenigfahrer haben eine Alternative, um der Kostenfalle Auto zu entkommen. Wer vom eigenen Auto auf Carsharing umsteigt, spart am meisten, wenn die jährliche Fahrleistung unter 12.000 Kilometern liegt. Wird ein Hyundai i30 als fahrbarer Untersatz benutzt, erreicht die Ersparnis bei 5.000 gefahrenen Kilometern 1.675 Euro. Beim Mittelklasseauto Renault Mégane Kombi kommen Fahrer bei der gleichen Kilometerleistung sogar um 2.040 Euro günstiger weg.

Eine völlig andere Art des Teilens bietet der Carsharing-Dienst von Daimler namens car2go, der in Wien verfügbar ist. Dabei stehen 500 Kleinautos der Marke smart jedem zur Verfügung, der sich beim Anbieter car2go registriert hat. Die Kosten sind mit 29 Cent pro Minute, maximal 12,90 Euro pro Stunde oder 39 Euro für einen ganzen Tag überschaubar. Praktisch: Das kurzfristig gemietete Auto kann überall in der Kernzone Wien abgestellt werden.

Laut VCÖ wird bei jeder zweiten Autofahrt in Österreich eine Strecke unter fünf Kilometern zurückgelegt. Keine Frage, dass Fitnessbewusste solche Kurzstrecken extrem kostengünstig mit einem herkömmlichen Fahrrad bewältigen können. Wer sich dagegen nicht anstrengen will, ist mit einem Elektrofahrrad gut bedient. Die Gruppe der E-Radler wird immer größer. Während 2010 in Österreich noch 20.000 Elektrofahrräder unters Volk kamen, hat sich der Absatz im Vorjahr bereits verdoppelt. Und der Trend ist ungebrochen.

Gabriele Fenninger, Chefin von Intersport Österreich: "Wir haben im ersten Quartal um 128 Prozent mehr Elektrofahrräder verkauft als im Startquartal des Vorjahres.“ Laut der Intersport-Chefin ist der durchschnittliche Preis für Elektrofahrräder gestiegen, weil mehr Qualität verlangt wird. Fenninger: "Räder, die weniger als 1.500 Euro kosten, sind häufig nur bedingt alltagstauglich, weil sie Schwächen im Antriebssystem haben. Besser ist es, den Kauf eines Fahrrads zu tätigen, das mit hochwertigen Antrieben von Panasonic, Bionix oder Bosch ausgestattet ist.“ Das trifft etwa auf das Genesis eLite Elektrobike 26“/28“ zu, das zum Preis von 1.999 Euro zu haben ist.

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