Autotest: Toyota Yaris – Erster Hybrid in der Kompaktklasse

Autotest: Toyota Yaris – Erster Hybrid in der Kompaktklasse

FORMAT hat den Kleinwagen getestet und die wichtigsten Eckdaten zusammengefasst.

Bisher waren Hybrid-Modelle ein Nischenprodukt für wohlbestallte Autokäufer. Doch das soll sich mit dem Toyota Yaris Hybrid ändern. Denn erstmals wurde die Kombination von einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor in einen Kleinwagen verpackt. Der Yaris wird für ein Hybridmodell auch ausgesprochen günstig angeboten: Mit 17.580 Euro liegt das Modell etwa 10.600 Euro unter Hybrid-Pionier Toyota Prius.

4,3 Liter für 100 Kilometer

Wer gerne so viel als möglich elektrisch fährt und wenig Sprit verbrauchen möchte, für den ist der neue Yaris ein echter Leckerbissen. Mit 3,5 Liter pro 100 Kilometer und einer CO2-Emission von 79 Gramm pro Kilometer hängt der Toyota Kleinwagen wie den VW Polo, den Opel Corsa, den Ford Fiesta und den Kia Rio deutlich ab. Auch wenn der Yaris Hybrid beim ersten Tests die angegebenen 3,5 Liter nicht schaffte – sondern 4,3 Liter – ist der Zwitter noch immer gut im Rennen. Wer Lust hat, kann per Knopfdruck, auch ausschließlich elektrisch fahren – wenn auch nur zwei Kilometer emissionsfrei möglich sind und das maximal mit Tempo 50. Sinnvoll ist die Taste aber nur dann, wenn es in der Stadt zwischen den Ampeln langsam voran geht.

Bis zu 1.000 Kilometer mit einer Tankfüllung

Auch im normalen Fahrbetrieb schafft es der Yaris recht oft elektrisch zu fahren. So wurden bei der Testfahrt, überwiegend auf kleinen Überlandstraßen und im Stadtverkehr von 53 Kilometer 43 Prozent im Strombetrieb zurückgelegt. „Unter optimalen Bedingungen lässt sich mit einer Tankfüllung bis zu 1.000 Kilometer fahren“, erklärt Toyota Chefingenieur Kiyoshi Hashikabe.

Die Entwicklung des neuen Modells dauerte fünf Jahr. „Nun passt der um 42 kg leichtere Hybridantrieb als beim Prius ohne Platzverlust in den Yaris. Und das war uns wichtig“, sagt Hashikabe. Die Nickel-Metallhybrid-Batterie ist platzsparend unter der Rückbank verstaut. So bleibt wie im herkömmlich motorisierten Yaris viel Raum im Fond und unverändert 286 Liter Gepäckraum. Der Kleinwagen überzeugt neben viel Platz auch durch Komfort wie Rückfahrkamera oder Zwei-Zonen-Klimaanlage. Und es gibt hübsch gemachte Details wie mit blauen Ziernähten versehen Lederteile und blaue Zeigerinstrumente im Cockpit.

Laut bei Vollgas

Angetrieben wird der Fünftürer von einem 74 starken PS-Motor und einem Elektromotor von 71 PS. Im Zusammenspiel kommen beide Motoren auf eine Systemleistung von 100 PS. Will man mehr Beschleunigung, dann gehen beide Motoren gemeinsam zu Werk, beim Ampelspurt fährt man dann oft vorne mit. Allerdings sollte man die Eco-Taste nicht betätigen. Denn die soll den Wagen zwar noch sparsamer machen, doch regelt die Elektronik den Yaris dann so weit herunter, dass man gefühlt zum Verkehrshindernis wird. Generell ist die Beschleunigung nicht die Paradedisziplin des Yaris. Wer wirklich in 11,8 Sekunden auf Tempo 100 kommen will und auf der Autobahn die versprochenen 165 km/h ausprobiert, der muss den Motor deutlich hörbar arbeiten lassen. Aber sein Potenzial spielt der Yaris Hybrid ohnehin da aus, wo er zuhause ist: in der Stadt. Und solange man mit dem stufenlosen Automatikgetriebe moderat Gas gibt, arbeitet die Kombination aus Benziner und Elektroantrieb auch harmonisch. Zum Einparken ist der Yaris Hybrid geradezu ideal. Denn mit einer Länge von 3,91 Metern und einem extrem kleinen Wendekreis von zehn Metern wird das Einparken zum Kinderspiel.

Der neue Mercedes-AMG GT: Der Heuler des Jahres

Auto & Motor

Der neue Mercedes-AMG GT: Der Heuler des Jahres

Auto & Motor

Opel macht sich einen Karl: Einstiegsmodell unter 10.000 Euro kommt 2015

Wie der neue Jaguar XE in der Mittelklasse abräumen will

Auto & Motor

Wie der neue Jaguar XE in der Mittelklasse abräumen will