"Währungs-Bindungen gehen selten ohne einen Ruck zu Ende"

"Währungs-Bindungen gehen selten ohne einen Ruck zu Ende"

Die Bindung des Franken an den Euro könnte ihr Ende finden, wenn es durch die Euro-Schwäche zu teuer wird, sie weiter aufrecht zu erhalten.

Eine “große Lösung” sei auch möglich, schreibt Aktienstrategin Karen Olney von der UBS in einer Notiz. Wie sich das auf die Aktienkurse auswirken werde, sei davon abhängig, ob sich die Märkte gerade in einer risikoaffinen Phase befänden oder nicht.

“Währungs-Bindungen gehen selten ohne einen Ruck zu Ende”, hieß es bei der Bank. Sollte der Euro-Mindestkurs aufgehoben werden, würde dies voraussichtlich eine Rally des Franken gegenüber den meisten anderen Währungen auslösen. Dadurch wiederum würde der internationale Handel auf globaler Ebene beeinflusst werden.

Wenn die Bindung in einer Phase fiele, in der Risiken gemieden werden, würde dies zyklische Werte wie Lonza Group, Clariant, Cie. Financiere Richemont und ABB besonders hart treffen. In einer Risiken stärker zugeneigten Phase wäre dies hingegen für defensive Werte schlecht, wie Novartis, Roche Holding, Nestlé und Sonova Holding.

Sobald der Frankenkurs steigt, würde die klassische Reaktion darin bestehen, Unternehmen mit starkem Heimatmarkt zu kaufen und solche mit internationalem Geschäft zu verkaufen. Ein Beispiel wäre als der Kauf von Aktien von Swisscom und ein Verkauf von Nestlé, hieß es.

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