Massive Kapitalflucht in die Schweiz

Massive Kapitalflucht in die Schweiz

Die gemäss den Regeln des Weltwährungsfonds berechneten Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) stiegen im Mai nach SNB-Angaben vom Donnerstag auf 303,77 Milliarden Franken von 237,59 Milliarden Franken im April.

Der Anstieg sei weitgehend auf Devisenkäufe zur Durchsetzung des im September eingeführten Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken zurückzuführen, erklärte eine Sprecher der SNB.

Derweil beschäftigt sich der Rückversicherungskonzern Swiss Re nach den Worten seines Risikomanagers David Cole, seit einiger Zeit mit Szenarien, die zum Auseinanderbrechen der Euro-Währungsunion führen können. So würde der Austritt von Griechenland aus der Eurozone die Geschäfte des zweitgrößten Rückversicherers beeinflussen, sagte Cole in einem Gespräch mit Bloomberg News.

Betroffen wären Beteiligungen ebenso wie Versicherungsabkommen und es sei mit einem stärkeren Einfluss auf die Volkswirtschaften zu rechnen, sagte er, und: “Ich denke, das wäre für alle Unternehmen spürbar”.

Zusammenbruch der Euro-Zone und Frankenaufwertung

“Wir schauen uns ein breites Spektrum unserer Anlageausrichtung und unseres Engagements an und untersuchen den Einfluss auf die Volkswirtschaften, in denen wir aktiv sind und wo wir Kundenbeziehungen pflegen”, sagte Cole. Derzeit erwarte Swiss entweder den Zusammenbruch des Euro oder eine wesentliche Aufwertung des Franken , stellte Cole klar. Swiss Re hatte im Mai erklärt, das Unternehmen halte zum Ende des ersten Quartals keine griechischen Staatsanleihen und die Bestände von Rentenpapieren aus Spanien und Portugal wurden auf 56 Mill. Dollar reduziert.

Die Wahrscheinlichkeit eines Austritts von Griechenland aus der Eurozone habe sich nach den Parlamentswahlen am 6. Mai und der Stärkung sparkurskritischer politischer Kräfte erhöht.

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