Schwere Dürre in den USA – Weizen- und Maispreise haussieren

Schwere Dürre in den USA – Weizen- und Maispreise haussieren

Die Preise für US-Weizen und -Mais sind in den vergangenen vier Wochen schon um rund 50 beziehungsweise 38 Prozent gestiegen.

Die USA werden von der schwersten Dürre seit 25 Jahren heimgesucht. Fast zwei Drittel des Landes sind nach offiziellen Angaben betroffen. In vielen Gebieten hat es seit acht Wochen nicht mehr richtig geregnet. Unser Reuters-Bild oben zeigt ein Kornfeld in Evansville, Indiana, am gestrigen Tag.

Die Trockenheit wird durch die seit Wochen anhaltende Hitzewelle verstärkt. Die Regierung fürchtet schwere Ausfälle bei den Ernten. Am schlimmsten sei die Lage im "Corn Belt" ("Maisgürtel", Anm.) im Mittleren Westen, wo der meiste Mais in den USA angebaut wird.

Notstand ausgerufen

Landwirtschaftsminister Tom Vilsack rief bereits in rund 1.300 Landkreisen in 29 Bundesstaaten den Notstand aus. Am Mittwoch sprach er im Weißen Haus mit Präsident Barack Obama über die Lage. Dabei ging es vor allem auch darum, wie in Not geratenen Farmern geholfen werden kann. Es handle sich um "eine sehr schwere Dürre", sagte Vilsack nach dem Treffen mit Obama. Die Lage sei derart ernst wie vermutlich seit 25 Jahren nicht mehr. "Wenn ich ein Regentanz oder ein Regengebet kennen würde - ich würde das anwenden."

Corn Belt leidet

Seit 1956 sei nicht mehr eine derart große Fläche von anhaltender Trockenheit betroffen worden, heißt es. Darunter sei der "Corn Belt" mit den Bundesstaaten Illinois, Indiana, Iowa, Nebraska und Minnesota. Aber auch Staaten wie Arkansas, Mississippi, Utah und Wyoming haben zu leiden.

Bereits jetzt stehe fest, dass 38 Prozent der Maisernte schlecht bis sehr schlecht ausfällt, sagte Vilsack. Bei Sojabohnen seien es 30 Prozent. Besonders hart treffe es auch die Viehzüchter.

Preise heben ab

Die anhaltende Dürre in den USA hat den Preis für Sojabohnen am Donnerstag auf ein Rekordhoch getrieben. Laut Wettervorhersagen ist ein Ende der Trockenheit im Mittleren Westen der USA nicht abzusehen. Analysten rechnen angesichts des Wetters mit Ernteschäden. Der Preis für den August-Kontrakt markierte ein Rekordhoch bei 16,92 Dollar je Scheffel. Der Preis für Weizen zur Lieferung im September bewegte sich mit 9,05 Dollar je Scheffel nur knapp unter seinem am Mittwoch erreichten Vier-Jahres-Hoch.

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