"Kapitalflucht aus der Eurozone hat eingesetzt"

"Kapitalflucht aus der Eurozone hat eingesetzt"

Der Euro hat seit Mai acht Prozent zum US-Dollar verloren - anders als in bisherigen Krisenzeiten. Laut PIMCO-Experte Thomas Kressin ist das ein Zeichen, dass die Vertrauenskrise eine neue Dimension erreicht hat.

Thomas Kressin von der Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. (PIMCO) gibt sich pessimistisch: "Die Kapitalflucht aus der Eurozone hat eingesetzt. Es steht eventuell ein 'weiterer Sturm' bevor". Grund: "Der Euro-Kurs hat im Gegensatz zu anderen Krisenzeiten zum Dollar verloren - seit Mai rund acht Prozent." Dies sei ein wachsendes Zeichen, dass die Vertrauenskrise in der Eurozone zu einer neuen Dimension gelangt ist. "Das ist keine Flucht mehr in die sicheren Euro-Kernstaaten, sondern aus der Eurozone als ganzem heraus", erklärt Kressin.

Der Pessimismus gegenüber dem Euro ist breit über den Globus gestreut. “Es ist derzeit schwer, irgendein Aufwärtspotenzial für den Euro zu sehen”, sagte Janu Chan, Ökonomin bei der St. George Bank in Sydney. "Die Konjunkturdaten sind ziemlich schwach und es besteht immer noch Unsicherheit über das, was die EZB in Bezug auf die Krise tun kann und tun will", fügte sie an. “Es gibt viele Worte von den Zentralbanken, aber keine Taten”, sagte Dean Popplewell, Chefananlyst beim Online-Devisenhändler Oanda in Toronto. “Der Anstieg bei der Risikoneigung, der zu verzeichnen war, als die EZB und die Federal Reserve ihre Sprache verstärkten, ebbt ab.”

Pessimismus herrscht auch in Kanada. Die kanadische Ratinggesellschaft DBRS in Toronto hat die Beurteilung der Kreditwürdigkeit Spaniens und Italiens abgesenkt.

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