Goldreserven steigen – Goldminen fahren Kapazitäten hoch

Goldreserven steigen – Goldminen fahren Kapazitäten hoch

Während weltweit die Goldminen ihre Produktion hochfahren um vom hohen Goldpreis zu profitieren, haben im Hintergrund einige Staaten damit begonnen ihre Goldreserven aufzubauen. Euroraum bleibt bei Goldreserven an der Spitze.

Spekulationen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Fed haben den Goldpreis am Donnerstag deutlich über 1600 Dollar gehalten. Die zuletzt wieder schwächeren US-Konjunkturdaten ließen die Gerüchte um eine Konjunkturhilfe der US-Notenbank nicht verstummen, erklärten Marktbeobachter. Die US-Einzelhändler hatten am
Mittwoch den zweiten Monat in Folge Umsatzeinbußen vermeldet.
Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die
Konjunkturentwicklung in den USA, da deren Wirtschaftsleistung
zu mehr als zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. "Sollte
es doch noch zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik kommen
und der Inflationsdruck zunehmen, dürften der Gold- und
Silberpreis deutlich zulegen", sagte Jeremy Friesen,
Rohstoffexperte bei der Societe Generale in Hongkong. Gold
verteuerte sich am Donnerstag in der Spitze um 0,4 Prozent auf
1623,55 Dollar je Feinunze, Silber notierte nahezu
unverändert bei 29,96 Dollar.

Der weiterhin hohe Goldpreis lässt auch die Goldminenbetreiber frohlocken. Sie versuchen ihre Kapazitäten hochzufahren um vom hohen Preis zu profitieren. So auch der, der an der Londoner Börse notierte, russische Goldproduzent Petropavlovsk der am Donnerstag meldete das er seine Produktion weiter hochfahren will. Gleichzeitig meldeten die Russen, dass der damit verbundene Anstieg bei den Kosten geringer ausfallen dürfte als ursprünglich angenommen. Statt wie bisher 30 bis 45 Prozent gehen die Russen nunmehr von einem Anstieg zwischen 15 und 20 % aus. Die Petropavlovsk-Aktie stieg am Donnerstag im Frühhandel um 7,1 Prozent.

Der weiterhin hohe Goldpreis - im Schnitt des ersten Quartals lag er 1691 Dollar je Unze (1.Qu. 2011: 1388 Dollar je Unze) steigert auch den Wert der weltweiten Goldreserven.

Laut Bloomberg-Daten bunkerten die Staaten Goldreserven im März 2012 in der Höhe von 31.282,94 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr wurden die weltweiten Goldreserven um 296,23 Tonnen (0,96 %) erhöht. Während der Stand in den USA gleich blieb im Euroraum leciht (0,04%) zurückging, waren es vor allem Staaten im asiatisch-pazifischen Raum, die ihre Vorräte füllten. Südkorea etwa erhöhte seine Goldreserven um 277,04 Prozent auf 1.750 Millionen Feinunzen. Aber auch die Mongolei (+75,31 %), Philippinen (+26,39 %) und Thailand (+40 %) erhöhten ihre Goldreserven.

Der Euroraum bleibt mit fast 10.800 Tonen an Goldreserven weiterhin der größte "Goldhorter" der Welt. Gefolgt von den USA, die laut Blommberg-Daten derzeit über Goldreserven von rund 8100 Tonnen verfügen. Deutschland verfügt über einen Goldvorrat von rund 3.400 Tonnen.

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