Comeback: Bank of America verdient wieder Milliarden

Comeback: Bank of America verdient wieder Milliarden

Die Bank of America setzt ihren Erholungskurs fort: Die zweitgrößte US-Bank schüttelt ihre Altlasten aus der Finanzkrise ab und kommt im zweiten Quartal auf einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar.

Nach dem größten Quartalsverlust ihrer Geschichte von 8,8 Milliarden Dollar vor einem Jahr sendete der einstige Branchenprimus nun dank Kosteneinsparungen und geringeren Rückstellungen für faule Kredite mehr als ein Hoffnungszeichen. Das Geldhaus profitierte von der anziehenden US-Konjunktur. Laut Bank-of-America-Chef Brian Moynihan legte die Kreditvergabe an Unternehmen das sechste Quartal in Folge zu. Anleger honorierten am Mittwoch den Aufwärtstrend. Vorbörslich ging es für die Aktie mehr als ein Prozent hoch.

Die Bank of America ist die Nummer zwei hinter JP Morgan. Mit etlichen Beteiligungsverkäufen - unter anderem den Anteilen an der China Construction Bank - und Sparprogrammen musste das Institut schrumpfen, um die massiven Verluste im Hypothekengeschäft zu verkraften. Das Haus hatte mit am stärksten auf den US-Häusermarkt gewettet und noch 2008 den Immobilienfinanzierer Countrywide übernommen, als die Finanzkrise schon längst zu Gange war. In der jüngsten Quartalsbilanz fiel nun positiv auf, dass die Bank wegen der besseren Aussichten die Rückstellungen für Kreditverluste mit 1,77 Milliarden Dollar auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2007 drücken konnte.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank of America ihr Kostensparprogramm "New Bac" ausgerufen. Die erste Phase des Projekts sah jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Dollar vor und den Abbau von 30.000 Stellen. Nun kündigte Moynihan die zweite Phase an - mit angestrebten Kostenreduzierungen von drei Milliarden Dollar jährlich bis Mitte 2015. Im zweiten Quartal gingen die Ausgaben bereits auf 17 Milliarden Dollar zurück, von 19,1 Milliarden Dollar im Vorquartal und 22,9 Milliarden im Vorjahresquartal.

Bei den Einnahmen spürte die Bank wie auch ihre Konkurrenz, dass es mit der US-Wirtschaft nur langsam aufwärts geht. Die weiterhin schwache Nachfrage, neue Regulierungen und die dauerhaft rekordniedrigen Zinsen drücken auf die Gebühren der Finanzinstitute und damit auf die Einnahmen. Bei der Bank of America lagen sie bei 21,97 Milliarden Dollar und damit unter den Erwartungen von Analysten.

Im Libor-Skandal steht die Bank of America im Gegensatz zu Barclays oder der Citigroup weniger stark im Fokus. Außen vor ist das Institut trotzdem nicht. Wie Reuters im vergangenen Jahr von einem Insider erfahren hatte, ist das Geldhaus von den Ermittlungen in der Affäre um Zinsmanipulationen betroffen. Wegen Libor wurde die Bank vom Brokerhaus Charles Schwab verklagt.

Mit der Bank of America haben nun die meisten Bankenschwergewichte in den USA Zahlen vorgelegt. Die Deutsche Bank veröffentlicht ihren Quartalsbericht am 31. Juli - erstmals unter der Regie der beiden neuen Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen.

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