Tausende gefälschte Mahnschreiben in ganz Österreich im Umlauf

Tausende gefälschte Mahnschreiben in ganz Österreich im Umlauf

Mittels Brief oder E-Mail treiben derzeit unbekannte Täter eine dreiste Abzocke. Als "IS Inkasso Service" versuchen Sie von den Adressaten unberechtigte Forderungen einzutreiben. Die Linzer IS Inkasso Service GmbH, deren Namen missbräuclich verwendet wird, erstattet deshalb Betrugsanzeige bei der Staatsanwaltschaft.

Polizei und Konsumentenschützer warnen vor einer neuen Betrugsmasche: Mehrere tausend Menschen in ganz Österreich dürften diese Woche gefälschte Mahnschreiben erhalten haben. "Uns erreichen derzeit rund 500 telefonische Beschwerden pro Tag", berichtete Christian Kren, Geschäftsleiter der bundesweit tätigen IS Inkasso Service GmbH mit Sitz in Linz, im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten" (Donnerstag-Ausgabe). Er schätzt, dass rund 30.000 falsche Briefe, die via Postämter in Kärnten verschickt wurden, im Umlauf sind.

Unbekannte Täter versenden - im gefälschten Absender leicht abgewandelt als "IS Inkasso Service" ohne GmbH - Mahnschreiben und versuchen auf diese Weise, frei erfundene Forderungen von 132,76 Euro (96 Euro zuzüglich "Mahnspesen") bei den Opfern einzutreiben. Das echte Unternehmen hat den Rechtsanwalt Friedrich Hartl beauftragt, eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Linz gegen die Betrüger zu erstatten. "Das Konto, auf das die Opfer den Betrag einzahlen sollen, befindet sich in Bulgarien. Die in den fingierten Mahnschreiben angegebenen Adressen der Inkasso-Firma in Hamburg, Madrid und Sofia existieren nicht", so der Jurist zur Zeitung.

Die Täter stellen die Forderungen in den Mahnschreiben stets "im Auftrag" von Firmen, die im Internet Glücksspiele und Lotterien anbieten. Viele Menschen, die derartige Briefe erhalten haben, sind oder waren tatsächlich einmal Kunden dieser Gewinnportale. "Solche Datensätze werden auch auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Womöglich sind die unbekannten Täter über so einen Weg an die Adressen gelangt", erklärte Hartl. Auch die betroffenen Lotto-Firmen warnen im Internet bereits vor dieser Masche und empfehlen, nicht einzuzahlen.

Kurzarbeit für 2.000 MAN-Beschäftigte in Steyr

Service

Kurzarbeit für 2.000 MAN-Beschäftigte in Steyr

Saab: "Das ist keine Krise, das ist das Ende"

Bonität

Saab: "Das ist keine Krise, das ist das Ende"

 Forderungsausfälle: Fast 40 Prozent der Austrofirmen sind in ihrer Liquidität eingeschränkt

Bonität

Forderungsausfälle: Fast 40 Prozent der Austrofirmen sind in ihrer Liquidität eingeschränkt