"Wir haben einen hohen Liquiditätspuffer aufgebaut"

"Wir haben einen hohen Liquiditätspuffer aufgebaut"

Im vierten Quartal habe man Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von 187 Mio. Euro vorgenommen, wovon 183 Millionen allein auf die ukrainische Beteiligung entfielen, berichtete RBI-Chef Herbert Stepic am Mittwoch bei der zweiten ordentlichen Hauptversammlung seit der Fusion von RZB und Raiffeisen International im Jahr 2010.

Einem Eigenkapital von rund 10 Mrd. Euro stehe ein Firmenwert von nur 400 Mio. Euro gegenüber. Man habe schon das vierte Quartal 2008 zum Anlass genommen, ordentlich aufzuräumen und laufend die notwendigen Wertberichtigungen vorgenommen, daher habe es keine Grund gegeben, hier nachzuziehen, betonte Stepic.

Gegenüber Griechenland, Irland, Spanien und Portugal habe die RBI kein "Sovereign Exposure", erklärte Stepic, gegenüber Italien rund 25 Mio. Euro, was nicht ins Gewicht falle. Das CDS-Portfolio (Credit Default Swaps) der RBI sei immer schon zu Marktwerten bewertet gewesen, daher gebe es auch hier keinen Grund für Wertberichtigungen.

Insgesamt sei die RBI hervorragend aufgestellt, sagte Stepic. "Wir haben einen hohen Liquiditätspuffer von 25 Mrd. Euro aufgebaut um uns krisen- und schocksicher zu machen." Die Zeit seit Beginn der Krise im Jahr 2008 habe man ohne ein einziges Verlustquartal bewältigt.

Mittel- und Osteuropa wird für die RBI weiterhin ein Heimmarkt bleiben. "Unser Geschäftsmodell ist nachhaltig und erfolgreich. Die Region CEE ist attraktiv und wird die Wachstumsregion in Europa bleiben", ist der RBI-Chef überzeugt. In den nächsten Jahren werde das Wirtschaftswachstum in der Region durchschnittlich um zwei Prozentpunkte höher sein als in Westeuropa.

Weitere Zukäufe sind nach dem Erwerb der polnischen Polbank aber nicht geplant. "Wir planen keine weitere regionale Expansion und wollen nur organisch wachsen", so Stepic.

Für das laufende Geschäftsjahr geht die RBI von einem stabilen Geschäftsvolumen aus, auch die Anzahl der Filialen soll - ohne Berücksichtigung der Polbank - gleich bleiben. Der ROE (Return on Equity) soll rund 15 Prozent vor Steuern betragen. Stepic erwartet heuer eine höhere Ergebnisbelastung durch Bankenabgaben. Die Belastung werde in Österreich 100 Mio. Euro betragen, in Ungarn 40 Mio. Euro und in der Slowakei 20 Mio. Euro.

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Russland

Voestalpine ist bei South Stream als Lieferant im Geschäft

Immofinanz bereitet Teilausstieg aus Buwog vor

Börse Wien

Immofinanz bereitet Teilausstieg aus Buwog vor