Julian Robertson wettet gegen den Euro

Julian Robertson wettet gegen den Euro

Julian Robertson, Gründer der Hedgefondsgesellschaft Tiger Management, wettet gegen den Euro. Das erklärte er im Interview mit Bloomberg News.

Robertson, der einst einen der größten und erfolgreichsten Hedgefonds der Welt geleitet hat, verweist zur Begründung auf die Probleme Europas, die Staatsschuldenkrise zu lösen.

“Ich wette nach wie vor darauf, dass der Euro gegenüber mehreren anderen Währungen nachgeben wird”, erklärte Robertson.
Zwar würden auch andere Investoren diese Ansicht vertreten, es bestehe jedoch kein Grund, eine andere Position einzunehmen, solange die Entscheidungsträger keine Schritte zur Lösung der Krise unternommen hätten.

Der Euro hat zum US-Dollar seit dem Hoch im Jahr 2008 rund
21 Prozent seines Wertes verloren - gleichzeitig geht die Staatsschuldenkrise im Euroraum in ihr drittes Jahr. Zwar wurde am Mittwoch in Griechenland eine Koalitionsregierung gebildet, die Krise ist jedoch dabei, sich auf Spanien und Italien auszudehnen.

Am europäischen Aktienmarkt sieht Robertson, der am 25.
Juni seinen 80. Geburtstag feiert, jedoch Chancen. Die Kurse seien zu stark gefallen. Besonders mag er skandinavische Aktien und Währungen.

Robertson gründete Tiger Management 1980. Er baute das verwaltete Kapital bis Mitte 1998 auf 22 Mrd. Dollar aus - nicht zuletzt da er ein jährliches Plus von durchschnittlich etwa 32 Prozent vorweisen konnte. In den folgenden 18 Monaten kam es dann jedoch zu Verlusten und Geldabflüssen, sodass nur noch etwa
6 Mrd. Dollar blieben.

Im März 2000 erklärte Robertson, dass er den Hedgefonds für außenstehende Investoren schließe. Seit damals bot er in erster Linie Startkapital für etwa 40 Hedgefonds-Manager an.

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