Byron Wien: Die Liste der "Zehn Überraschungen" für 2013

Byron Wien: Die Liste der "Zehn Überraschungen" für 2013

Die alljährlich erscheinende Liste hat Byron Wien, der Vorsitzende der Beratungsdienst-Sparte von Blackstone, bislang jedes Jahr seit 1986 veröffentlicht. Seine Trefferquote ist überdurchschnittlich hoch.

Für dieses Jahr sagt Wien, der mit seinen Vorhersagen für den US-Aktienmarkt in 2012 Recht behalten hatte, eine Talfahrt der europäischen Börsen um zehn Prozent voraus. Für den US- Leitindex Standard & Poor’s 500 rechnet er mit einem Rückgang auf 1300 Punkte. Gegenüber dem Schlussstand des vergangenen Jahres wäre das ein Minus von rund neun Prozent.

“Druck auf die Gewinnmargen und begrenztes Umsatzwachstum werden dazu führen, dass die Gewinne im S&P 500 in 2013 unter 100 Dollar fallen und die Investoren enttäuscht werden”, erklärte Wien in einer Stellungnahme per E-Mail. “Die strukturellen Probleme in Europa bleiben im Großen und Ganzen ungelöst, und die leichte Rezession, die dort 2012 eingesetzt hat, setzt sich fort.”

Deutlich bessere Chancen sieht der 79-Jährige beim chinesischen Shanghai Composite Index, der seiner Ansicht nach 2013 um 20 Prozent hochschnellen dürfte.

Für den Goldpreis prognostiziert er einen Anstieg über 1900 Dollar je Unze.

Der frühere leitende Stratege von Morgan Stanley hatte vor einem Jahr richtig vorausgesagt, dass der S&P 500 2012 über die Marke von 1400 Punkten steigen würde. Der Index gewann im vergangenen Jahr 13 Prozent und schloss bei 1426. Wien hatte zudem für die Börsen in China, Indien und Brasilien Rallys um 15 Prozent oder mehr vorausgesagt. Der indische Sensex schnellte 26 Prozent hoch, der brasilianische Bovespa 7,4 Prozent und der Shanghai Composite 3,2 Prozent.

Hier die Liste der "zehn Überraschungen"

1.) Der Iran verfügt über genügend angereichertes Uran um eine Atombombe zu bauen

2.) Der S&P 500 fällt unter 1300 Punkte

3.) Finanz-Aktien verlieren ihre Zugewinne aus 2012

4.) Die Demokraten legen ein Programm zur Förderung erneuerbarer Energien auf. Der WTI-Ölpreis fällt auf 70 US-Dollar

5.) Die Republikaner forcieren eine Reform der US-Einwanderungsgesetze

6.) Der Shanghai Composite gewinnt mehr als 20 Prozent, weil China der Korruption den Kampf ansagt.

7.) Aufgrund von Ernteausfällen wird Mais auf 8 Dollar je Bushel, Weizen auf 9 Dollar je Bushel und Rindfleisch auf 1,5 Dollar je Pfund steigen

8.) Die expansive Geldpolitik der Notenbanken treibt den Goldpreis über 1900 Dollar

9.) Der Dollar steigt auf 100 Yen während der Nikkei 12.000 Punkte erreicht

10.) Europa verharrt in der Rezession, die Aktienmärkte verlieren zehn Prozent

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