McDonald's: Transparenz statt Supersize

Für die FORMAT-Aktion „Schule macht Wirtschaft“ besuchte Andreas Schwerla, Managing Director von McDonald’s Österreich, die Maturaschüler der Vienna Business School in Mödling.

'Supersize Me', die umstrittene Fast-Food-Dokumentation, ist kein großes Thema. Zumindest nicht für Andreas Schwerla, der im Rahmen der Aktion „Schule macht Wirtschaft“ von FORMAT die Maturaschüler der Vienna Business School in Mödling besuchte. Statt eines Frontalvortrags beantwortete er lieber Schülerfragen und diskutierte über die Aussagekraft des Selbstversuchs, in welchem sich der „Supersize Me“-Protagonist fünf Wochen ausschließlich bei McDonald’s verköstigte. „Das ist genau so, als würde man wochenlang nur bei Würstlständen frühstücken und Schweinsbraten mit Semmelknödeln essen“, so Schwerla. Dass vernünftige, ausgewogene Ernährung aber auch ein wichtiges Thema für die Fast-Food-Kette ist, spiegelt sich in deren Angebot wider: Salate, Wraps und Gemüseburger sind Angebote für jene, die sich gesund ernähren möchten.

Von der Pike auf lernen

Natürlich wollten die Business-Schüler wissen, wie man Boss wird, wie man Karriere macht. Seinen beruflichen Werdegang bei McDonald’s startete Schwerla als in Form eines Ferialjobs in München – in den Semesterferien seiner Medienausbildung. „Die Fernseh- und Filmbranche lag mir aber nicht so, und als ich das An­gebot bekam, bei McDonald’s zu bleiben, sagte ich zu“, er­innert er sich.

Die ersten sieben Jahre verbrachte er in verschiedenen Restaurants und absolvierte eine Managementausbildung. Er stieg innerhalb kürzester Zeit auf und leitete mit 22 Jahren als jüngster Restaurant­manager eines der größten ­Restaurants Deutschlands am Stachus in München. Als Bezirksleiter betreute er ab 1990 mehrere von McDonald’s Deutschland geführte Restaurants in München.

Imagewandel der Marke McDonald's

Schließlich wollten die Schüler mehr über Schwerlas Arbeitweise und Werte erfahren. „Ich beobachte den Markt und halte es für sehr wichtig, mich mit Kollegen und Mitarbeitern auszutauschen“, sagt Schwerla. „Offenheit und Transparenz“ seien in allen Geschäfts- und Lebensbereichen wesentliche Faktoren, darum lege er großen Wert auf Kommunikation. Bestes Beispiel sei die Erfolgsstory der McCafés. Weltweit habe er sich gemeinsam mit Kollegen umgesehen und Anregungen eingeholt, um das Angebot für Österreich zu optimieren und den heimischen Restaurants ein neues Image zu verpassen. „Das alte Konzept hatte ausgedient, und wir muss­ten moderner, gemütlicher und cooler werden“, erklärt er den Schülern den gelungenen Imagewandel der Marke McDonald's. So konnten neue Gäste ­gewonnen und die Um­sätze gesteigert werden.

Karrieretipps vom Profi  

„Externe und interne Ausbildung sind immer wichtig – ich persönlich konnte mit diesem Wissen das fehlende Studium kompensieren. Daher: nicht einfach ‚nur‘ arbeiten, sondern rund zehn bis fünfzehn Prozent der Zeit in Weiterbildung inves­tieren. Praxiswochen in Unternehmen – neben Schule oder Studium – zu absolvieren ist wichtig, um Erfahrung zu sammeln. Voraussetzung für einen Job ist natürlich ein guter Abschluss, aber zu 99 Prozent zählt für mich das Engagement des Menschen, der dahinter steht!“ Schwerla selbst ist dafür das beste Beispiel.

– Dina Elmani

Im Bild: Andreas Schwerla, 26 Jahre bei McDonald's

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