Internationale Wirtschaftsnachrichten

Apa/proi
14.05.201414:07 Uhr
Europa: Illegale Zuwanderung nimmt dramatisch zu

Europa: Illegale Zuwanderung nimmt dramatisch zu

  • Seit Anfang 2014 wurden 42.000 Flüchtlinge aufgegriffen. Das ist eine Verdreifachung gegenüber dem gleichen Zeitraum 2013 Grundrechteagentur FRA fordert "langfristige und umfassende Lösung".

"Wir gehen davon aus, dass im Sommer sehr hohe Zahlen erreicht werden", setzt die EU-Grenzschutzbehörde Frontex am Mittwoch in Brüssel nach.

Grund dafür seien Konflikte wie in Syrien und die schlechten Lebensbedingungen in vielen afrikanischen Ländern, teilte der stellvertretende Direktor der Frontex, Gil Arias-Fernandez, mit. Zudem seien die Kontrollen verstärkt worden. Die meisten der illegal angekommenen Flüchtlinge gelangen mit Booten über das Mittelmeer nach Europa.

Nach Ansicht der in Wien ansässigen EU-Grundrechteagentur FRA ist das derzeitige Flüchtlingsproblem in und vor den Toren Europas nur mit EU-weiten "langfristigen, umfassenden Lösung" zu bekämpfen. Das erklärte Morten Kjaerum, Vorsitzender der FRA, in einer Aussendung. "Kein Land kann das Problem alleine lösen", betonte Kjaerum nach einem Besuch in Rom. Italien hatte am Dienstag Unterstützung bei der Bekämpfung illegaler Migration von der EU-Kommission gefordert.

Man müsse gemeinsame langfristige und strukturelle Aktionen setzen, um die Rechte und Leben der Migranten zu schützen. Nur damit könnte weiteren Tragödien vorgebeugt werden, so Kjaerum.

Neben der Kritik formuliert die FRA zehn Forderungen zur Verbesserung der Situation. Neben Sicherheitseinsätzen der EU in Drittstaaten und erhöhten maritimen Kontrollen müssten Gründe für Migration erforscht werden. Zudem müsse das Bild von Migranten in der Bevölkerung positiver dargestellt werden, so die Agentur unter Verweis auf deren Beitrag zur Wirtschaftsleistung im jeweiligen Land. FRA schlägt auch vor, die Ankunftsländer sowie Migranten besser zu unterstützen.

Papst Franziskus rief unterdessen zur Hilfe für die Bootsflüchtlinge auf. Den "beschämenden Massakern" müsse vorgebeugt werden, sagte er während der Generalaudienz auf dem Petersplatz, wie Kathpress berichtete. Die Rechte der Person müssten immer an erster Stelle stehen, so der Papst.

Am Dienstag war 160 Kilometer vor der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ein Flüchtlingsboot gekentert. Nach Angaben der italienischen Marine gibt es bisher mindestens 14 Tote, 240 Insassen konnten gerettet werden. Insgesamt sollen sich 400 Menschen an Bord befunden haben.

 
zombi1969, 14. 05. '14 14:24
Der...
gesamte Wohlstand in A wurde durch die zugewanderten Türken, Flüchtlinge und andere Migranten erschaffen und so dieses Land wieder aufgebaut. Daher ist es auch richtig, dass zugewanderte Migranten und Flüchtlinge und ihre Nachkommen heute von den Soziasystemen leben können, die sie alleine mühsam aufgebaut haben. Österreich ist daher auch in der Pflicht Hundertausende Flüchtlinge aufzunehmen und in den Sozialsystemen zu integrieren. Hier ist endlich eine Willkommenskultur zu leben.
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