e!trend

Rainer Himmelfreundpointner
29.05.201315:27 Uhr
Fabrication Laboratories – Die digitale Bastelstube

Fabrication Laboratories – Die digitale Bastelstube

Wem 3D-Drucker immer noch zu teuer und zu klobig sind, dem wird in "Fabrication Laboratories“ geholfen.

Was in der Welt des Papierdrucks vor dem Aufkommen günstiger Tintenstrahldrucker der Copyshop ums Eck war, das ist im Universum der 3D-Drucktechnik das - in vielen Städten der Welt bereits verbreitete - "Fabrication Laboratory“. Oder, wie es Karim Jamarmadar und Roland Stelzer, die Betreiber des HappyLab im zweiten Wiener Gemeindebezirk putzig nennen: "Der Raum zum Sachen machen.“

Herzstück unter deren allerlei Bastelgerätschaften ist ein 2000-Euro-MakerBot, einer der hochwertigeren Personal-3D-Drucker. "Wir sind eigentlich ein Spinoff eines ausgelaufenen Robotik-Forschungsprojekts mit der TU-Bratislava“, erzählt Jamarmadar: "Mit den angeschafften 3D-Printern und einigen anderen Geräten haben wir Ende 2010 unsere Werkstatt eröffnet.“ Inzwischen nutzen rund 850 regelmäßige 3D-Bastler, vom Heimwerker über den Erfinder bis zum Schmuckdesigner, gegen eine monatliche Materialgebühr zwischen drei und 20 Euro das Service des HappyLab, um ihre Entwürfe in 3D zu printen. Laut Jamarmadar trägt sich der Betrieb langsam. Demnächst wollen die beiden österreichischen 3D-Druckpioniere sogar einen Ableger in Salzburg eröffnen.

"Aber bis es in jedem Dorf ein 3D-Druckzentrum wie unser FabLab gibt, wird es lange dauern“, meint Stelzer. "Derzeit sind die Designprogramme noch viel zu kompliziert. Und die Original-Hersteller rücken natürlich mit ihren Plänen, und sei es auch nur für Ersatzteile, nicht heraus.“

 
pixel