Internationale Wirtschaftsnachrichten

Astrid Schuch/The Daily Currant
07.03.201313:51 Uhr
Paul Krugman ist pleite

Paul Krugman ist pleite

  • Österreich steht noch, den Euro gibt's auch noch – doch der Ökonom und Euro-Schwarzmaler Paul Krugman schlittert in den Privatkonkurs, nachdem der Versuch, einen Ausweg aus den Schulden zu finden, gescheitert ist, berichtet "The Daily Currant".

In einem Chapter 13-Verfahren am US Bankruptcy Court in New York zogen Anwälte Bilanz: Paul Krugman hat 7,35 Millionen Dollar Schulden, denen ein schlankes Vermögen von 33.000 Dollar gegenübersteht.

Der Großteil seiner Schulden resultiert aus einer Kreditfinanzierung eines 8,7-Millionen-Dollar-Appartements in Manhattan, dazu kommen noch Kreditkartenschulden im Ausmaß von 621.537 Dollar und man glaubt es kaum – 33.642 Dollar Schulden bei Tiffanys und Co.

Wie "The Daily Currant" berichtet, wurde im Zuge des eröffneten Privatkonkurses festgestellt, dass Krugman bereits 2004 Kreditkartenschulden angehäuft hatte, als er seine schwarze American Express in einem einzigen Monat mit 84.000 Dollar belastete – seltene portugiesische Weine und englische Kleidung aus dem 19. Jahrhundert hatten es im offenbar angetan.

Aber anstatt den Gürtel enger zu schnallen und die Schluden zu bezahlen, versuchte sich der Ökonom gen persönliche Erholung zu "stimulieren" – indem er investierte, in der Hoffnung auf zukünftige Einnahmen. Oder so ähnlich...

Kleider machen Leute – aber nicht notwendigerweise Erfolg

Zwischen 2004 und 2007 "investierte" Krugman also in teure Autos, Kleidung, und Reisen in der Hoffnung, dass der neue Lebensstil direkt zu einer Gehaltserhöhung seitens der New York Times führen würde.

"Man muss sein Auftreten, seine Kleidung an den Job anpassen, den man will, nicht an den, den man schon hat", meinte Krugman dazu. "Also dachte ich, wenn ich in einem 70.000 Dollar Alexander Amosu Anzug aufkreuze, würden sie mich an dem Unternehmen beteiligen. Wenn ich nur einen minimalen Anteil an der New York Times erhalten hätte, hätte ich all meine Schulden bezahlen können."

Selbst nachdem klar war, dass er an der NYTimes nicht beteiligt werden würde, setzte Krugman seinen Lebenstil fort, in der Hoffnung sein Auftreten und seine Medienpräsenz würden die Nachfrage nach seiner Person erhöhen und damit auch die Nachfrage nach seinen Büchern.

Doch 2007 machte er wohl den größten Fehler: Am Höhepunkt der Immo-Blase entschied er sich für ein Immobilien-Investment in New York City. Das Multi-Millionen Dollar Appartment verlor innerhalb weniger Monate 40 Prozent seines Wertes – bis heute konnte der Preiseinbruch nicht vollends wieder wettgemacht werden.

"Man sollte meinen, ein Wirtschaftsnobelpreisträger kann eine Immo-Blase erkennen, wenn er sie sieht – aber hey, ich beschwere mich nicht", meinte dazu Herman Minsky, ein Pensionist, der Krugman sein NYC-Appartment mitsamt eines saftigen Preisabschlages abgekauft hatte.

Teilweise Einsicht

Krugman startete 2000 als Kolumnist bei der NYTimes. Seit dem Start der Finanzkrise benutzte er die NYTimes um lautstark für "Deficit Spending" als Ausweg aus der Krise zu plädieren – ihm zufolge den Theorien von Keynes entsprechend. Allerdings widerspricht das dem, was Keynes sagte. Keynes trat nicht für eine Stimulierung der Wirtschaft durch staatliche Verschuldung ein, sondern für antizyklische Wirtschaftspolitik – der Staat sollte in guten Zeiten sparen, und in schlechten Zeiten ausgeben.

Trotz seiner persönlichen Misere steht Krugman offenbar zu seinen pseudo-keynesianischen Theorien. Das ließ er von seinem Anwalt ausrichten: "Ich stehe zu meiner Analyse auf makroökonomischem Level – Staatsschuldenkrisen können gelöst werden, indem der Staat die Ausgaben und damit das aggregierte Nachfrage-Level hebt. Allerdings gebe ich zu, dass diese Strategie auf mikroökonomischem Level spektakulär gescheitert ist."

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Die Quelle dieser "Nachricht" ist das Satire-Magazin "The Daily Currant", der Wahrheitsgehalt der Meldung entsprechend gering. Hier das Original in englischer Version

 
alfredneuman, 11. 03. '13 18:41
Eine Ente
Paul Krugmans Konkurs ist eine frei erfundene Ente. "Hermann Minsky" gibt es keinen, sehr wohl aber den Makrooekonomen Hyman Minsky der sich insbesondere mit Theorien von Finanzkrisen einen Namen gemacht hat. Wie peinlich dass ein Wirtschaftsmagazin auf eine offensichtliche Satire hereinfaellt.
AstridSchuch, 11. 03. '13 23:09
Re: Eine Ente
Würden Sie noch einmal den letzten Absatz des Artikels lesen? Oder Moment: Ich kopiere ihn zur Sicherheit hier hinein:

Die Quelle dieser "Nachricht" ist das Satire-Magazin "The Daily Currant", der Wahrheitsgehalt der Meldung entsprechend gering. Hier das Original in englischer Version

noch Fragen?
alfredneuman, 12. 03. '13 00:05
Re: Eine Ente
War der disclaimer immer schon drinnen oder haben Sie den jetzt erst hineingegeben nachdem sich Krugman in der New York Times darueber lustig gemacht hat? Wissen Sie denn wer Hyman Minsky war?
AstridSchuch, 12. 03. '13 01:02
Re: Eine Ente
Herr Neumann, den Artikel haben wir bereits am 7.3. hineingestellt und der Hinweis darauf, dass es sich um eine Satire handelt, steht auch seitdem dabei (zur Hilfestellung: Ganz oben – über dem Bild von Herrn Krugman – steht mein Name, die Quelle und das Datum). Und Sie haben es richtig erkannt: Herr Krugman fasst es als das auf, was es ist – eine geniale Satire – it was worth being translated into German...
herbertprikoba, 12. 03. '13 16:22
ach, Herr Neumann
sie verwechseln hier etwas:

- Journalismus mit Infotainment

- Journalisten die erstens eine Ahnung haben worüberwas sie schreiben und zweitens google sogar zum nachschlagen verwenden

- Seriosität mit Peinlichkeiten (Euro-Schwarzmaler Paul Krugman, Österreich Bezug, ... kam in der Originalsatire nicht vor)

- Und der Satz 'Die Quelle dieser Nachricht ist allerdings das Satire-Magazin "The Daily Currant", dementsprechend "hoch" ist der Wahrheitsgehalt.' spricht auch Bände für sich selbst.

Somit liegt es an Ihren falschen Erwartungshaltungen, wunderbar bestätigt durch Fr. Astrid Schuch.
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