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Das bewegt die Märkte: Starke US-Jobdaten
Überraschend positive Zahlen vom Arbeitsmarkt haben Hoffnung auf eine Linderung der Jobmisere in den USA geweckt.
In der Privatwirtschaft wurden im Dezember 215.000 Stellen und damit weitaus mehr Jobs als erwartet geschaffen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Beschäftigungsbericht der privaten Arbeitsvermittlung ADP hervorgeht. Von Reuters befragten Ökonomen hatten lediglich mit einem Zuwachs um 133.000 gerechnet. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten werden am Freitag veröffentlicht. Analysten erwarten, dass außerhalb der Landwirtschaft im Dezember 150.000 Stellen entstanden sind.
Bereits im November wurden in der Privatwirtschaft per saldo fast 150.000 neue Jobs geschaffen. "Die Wirtschaft hat wieder Schwung, und die Beschäftigungszahlen belegen es", sagte Chefökonom Mark Zandi von Moody's Analytics, die den Beschäftigungsbericht gemeinsam mit ADP erstellt. Gegen diese Einschätzung spricht auf den ersten Blick, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 10.000 auf 372.000 anstiegen. Allerdings verwiesen Experten darauf, dass die Daten durch die Weihnachtsfeiertage verzerrt wurden.
ACHILLESFERSE DER WIRTSCHAFT
Anders als beim ADP-Bericht wird bei den offiziellen Arbeitsmarktdaten auch die Stellenentwicklung im Staatssektor berücksichtigt, der unter großem Spardruck steht. Dort wurden im November nur 1000 Stellen abgebaut. Sollte der Jobabbau in Regierung und Verwaltung im Dezember ähnlich moderat verlaufen, könnte sich der positive Trend in der Arbeitslosenstatistik fortsetzen. Der Jobmarkt gilt jedoch nach wie vor als die Achillesferse der US-Wirtschaft, die zuletzt etwas an Fahrt gewonnen hat. Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,7 Prozent für US-Verhältnisse noch immer relativ hoch.
Erst jüngst hatte die Notenbank beschlossen, ihren Leitzins so lange bei nahe null zu belassen, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent sinkt. Von dem Ziel Vollbeschäftigung sind die USA zwar noch meilenweit entfernt. Aber die positiven Signale vom US-Arbeitsmarkt werden auch in der Euro-Zone, die in der Rezession steckt, mit Erleichterung registriert. Der Dax notierte mit 7759 Zählern 0,25 Prozent niedriger, nachdem er vor den ADP-Daten noch 0,5 Prozent im Minus gelegen hatte. Auch der Euro erholte sich.
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