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APA/hahn
03.01.201320:21 Uhr

Börsen Europa: Gewinnmitnahmen bringen kleines Minus

Die europäischen Leitbörsen sind am Donnerstag ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen.

Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 10,03 Einheiten oder 0,37 Prozent auf 2.701,22 Zähler. Für Unterstützung sorgte im Verlauf insbesondere das positive Sentiment an der Wall Street, hieß es aus dem Handel.

Mit Moody's und Standard & Poor's (S&P) haben sich führende Ratingagenturen nach dem Kompromiss im US-Haushaltsstreit kritisch zu den Bemühungen der USA im Kampf gegen das gewaltige Haushaltsdefizit geäußert. Die US-Agentur Moody's forderte weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Defizits in den kommenden Monaten. Die neuen Arbeitsmarktdaten fielen unterdessen eher positiv aus. Zwar enttäuschten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, doch die wichtigeren Daten kamen diesmal vom Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP): Die Privatwirtschaft der USA hat im Dezember weitaus mehr Jobs geschaffen als erwartet.

In einem europäischen Branchenvergleich zeigte sich der Konsumgütersektor etwas fester, während sich die Versorger- und Chemiebranche am deutlichsten abschwächten. Auch Ölwerte waren am Berichtstag weniger gut gesucht. Die Automobilbranche zeigte sich unterdessen kaum verändert. Der deutsche Automarkt ist im Sog der europäischen Absatzkrise im vorigen Jahr deutlich geschrumpft. Mit 3,08 Millionen Neuzulassungen sind 2,9 Prozent weniger neue Pkw auf Deutschlands Straßen gefahren als im Jahr 2011.

Trotz leichter Verluste entfielen die mit Abstand meisten Neuzulassungen auf die Volkswagen-Kernmarke. Mehr als jedes fünfte Auto, das neu auf die Straße kam, war ein VW. Auch in den USA bleibt Europas größter Autobauer auf steilem Wachstumskurs. 2012 legten die Wolfsburger bei Absatz im Vergleich zum Vorjahr um gut 35 Prozent auf fast 440.000 Autos zu. Damit hat VW seine Auslieferungen seit 2009 mehr als verdoppelt und das beste Jahresergebnis seit 1973 eingefahren. Die Oberklasse-Hersteller BMW und Daimler konnten ihre Marktanteile in Deutschland in etwa behaupten. Der gebeutelte französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt unterdessen kräftig Federn gelassen. Volkswagen-Papiere schlossen wenig verändert mit einem kleinen Minus von 0,06 Prozent auf 178,90 Euro. BMW sanken um 0,42 Prozent auf 75,61 Euro und Daimler ermäßigten sich um 0,34 Prozent auf 42,455 Euro. Renault erhöhten sich unterdessen klar um 1,47 Prozent auf 41,16 Euro.

Nokia zählten mit einem Plus von 2,43 Prozent auf 3,20 Euro zu den Favoriten im Euro-Stoxx-50. Die Titel hatten bereits am Mittwoch um knapp 7 Prozent zugelegt. ASML drehten im Verlauf wieder in die Gewinnzone und schlossen um 0,34 Prozent höher bei 50,34 Euro. Die Titel profitierten von einer positiven Studie von Barclays, hieß es. Die Wertpapierexperten haben das Kursziel der Papiere des niederländischen Halbleiterunternehmens von 49,00 auf 53,00 Euro angehoben und ihr "Overweight"-Urteil bekräftigt.

 
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