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Reuters
20.08.201222:43 Uhr

Wall Street tritt auf der Stelle - Apple ist das Maß aller Dinge

Der Wall Street ist am Montag nach einer sechswöchigen Gewinnserie die Puste ausgegangen. Einige Händler nutzten den Wochenauftakt, um Kasse zu machen.

"Die Aktien sind in die neue Handelswoche in einem überkauften Markt gestartet", sagte Bruce Bittles, Chef-Investmentstratege beim Vermögensverwalter Baird. Es fehlten zudem Impulse, um neue Käufer anzulocken. Auch die Diskussion um neue Milliardenlöcher in Griechenland verunsicherte die Anleger. Eine weitere Milliarden-Übernahme in der Versicherungsbranche verhinderte größere Verluste an den New Yorker Börsen.

Händler sahen noch immer Chancen für steigende Kurse: "Man kann im Prinzip Licht am Ende des Tunnels ausmachen", sagte Jack de Gan von Harbor Advisory in New Hampshire. "Der Markt hat den Spielraum, bis Ende des Jahres beim S&P die Marke von 1500 zu erreichen."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 13.271 Punkten kaum verändert. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.230 und 13.276 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 trat mit 1418 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq bewegte sich ebenfalls nicht vom Fleck und notierte zuletzt mit 3076 Punkten. In Frankfurt ging der Dax 0,1 Prozent tiefer auf 7033 Punkten aus dem Handel.

Der Kauf in der Versicherungsbranche wurde von Investoren als Beleg für positive Geschäftsaussichten trotz der Gesundheitsreform gewertet. Aetna übernimmt die kleinere Coventry Health Care für 5,6 Milliarden Dollar. Der Konzern legt insgesamt 42,08 Dollar je Aktie auf den Tisch und zahlt damit einen Aufschlag von 20,4 Prozent. Die Papiere von Coventry schnellten mehr als 20 Prozent auf 42,04 Dollar nach oben, Aetna-Scheine wurden mit einem Plus von 5,6 Prozent gehandelt.

Auch Apple stand auf den Einkaufslisten der Börsianer. Der Technologiekonzern stieg zum wertvollsten Konzern aller Zeiten auf. Die Apple-Aktien verteuerten sich um 2,6 Prozent.

Die US-Heimwerkerkette Lowe läuft ihrem ewigen Rivalen Home Depot weiter hinterher. Mit einem um zehn Prozent auf 747 Millionen Dollar gefallenen Quartalsergebnis enttäuschte Lowe nicht nur die Analysten. Sie hatten mit 70 Cent je Aktie statt der ausgewiesenen 64 Cent gerechnet. Der Weltmarktzweite blieb damit auch das 13. Quartal in Folge hinter dem Branchenprimus Home Depot zurück. Die Lowe-Papiere ließen knapp sechs Prozent Federn.

Die Aktie des weltgrößten sozialen Netzwerks Facebook fiel kurzzeitig auf ein Tief von 18,75 Dollar, was einem Abschlag von über 50 Prozent auf den Ausgabepreis entspricht. Das Papier erholte sich im Verlauf aber wieder um mehr als fünf Prozent auf gut 20 Dollar. Ein Broker sprach eine Kaufempfehlung für die Dividendenpapiere aus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 550 Millionen Aktien den Besitzer. 1305 Werte legten zu, 1649 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,44 Milliarden Aktien 999 im Plus, 1432 im Minus und 141 unverändert.

 
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