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Reuters
10.08.201208:37 Uhr

Börsen Asien: Die Rally macht Pause

Neue Anzeichen für eine Konjunkturflaute in China haben am Freitag an den asiatischen Börsen eine viertägige Rally gestoppt.

Im Juli exportierte das Land lediglich ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor, während Volkswirte im Schnitt mit einem Anstieg um knapp neun Prozent gerechnet hatten. "Das sieht ziemlich übel aus", resümierte Ken Peng von BNP Pariba Peregrine in Peking. Auch Larry Jiang von Guotai Junan International Securities pflichtete dem bei: "Die schwer enttäuschenden Handelsdaten könnten bedeuten, dass China in weitaus größten Schwierigkeiten steckt als bislang gedacht." Spekulationen auf Unterstützung von den Notenbanken hatten in dieser Woche an den Aktienmärkten weltweit für Aufwind gesorgt.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,0 Prozent auf 8891 Punkte. Trotz des Rückgangs verbuchte das Barometer den größten Wochenanstieg seit Februar. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,7 Prozent auf 746 Punkte nach. Der MSCI-Index für Aktien aus dem Raum Asien-Pazifik außerhalb Japans fiel um 0,7 Prozent, nachdem er am Donnerstag nach einer mehrtägigen Rally auf den höchsten Stand seit drei Monaten gestiegen war.

Mit einem Abschlag von 1,5 Prozent gehörte die Aktie von Olympus in Tokio zu den Verlierern. Nachdem der kriselnde Kamera- und Medizingerätehersteller am Vortag für das abgelaufene Quartal einen Einbruch des operativen Gewinns um 60 Prozent und eine auf nur noch 2,2 Prozent geschmolzene Eigenkapitalquote ausgewiesen hatte, wächst der Druck bei der Suche nach einem kapitalstarken Partner. Die Aktien des Software-Herstellers Trend Micro stürzten nach einer unerwartet schwachen Geschäftsbilanz gar um fast zehn Prozent ab. Kräftig zulegen konnte dagegen die Aktie des Elektronikriesen Sony, die rund drei Prozent gewann.

 
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