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Reuters
08.08.201223:38 Uhr

Unveränderter Schluss an der Wall Street

An den US-Börsen haben sich am Mittwoch die Sorgen über die Schuldenkrise und positive Firmennachrichten die Waage gehalten.

Bei dünnem Handel fehlten Händlern zufolge entscheidende Impulse, so dass die wichtigsten Indizes nach einer dreitägigen Gewinnserie kaum verändert aus dem Handel gingen. Anlass des jüngsten Aufwärtstrends war die wachsende Überzeugung der Anleger, dass die Europäische Zentralbank mit weiteren Anleihekäufen die Schuldenkrise bekämpfen wird und die US-Notenbank gegen die konjunkturelle Flaute ins Feld ziehen wird. Diese Hoffnungen konnten jedoch die Furcht vor einer weiteren Eskalation der Krise nicht ganz zerstreuen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert bei 13.175 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg knapp 0,1 Prozent auf 1402 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 3011 Punkte. In Frankfurt beendete der Dax den Handel ebenfalls knapp behauptet bei 6966 Punkten.

Positiv überraschen konnten Zahlen zur Produktivität der US-Wirtschaft. Sie stieg im zweiten Quartal stärker als erwartet und kletterte aufs Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt nur einen Anstieg der Produktion je Arbeitsstunde von 1,3 Prozent erwartet.

Eine Erinnerung an die schwelende Krise kam von spanischen Anleihen, deren Renditen zeitweise wieder über die Sieben-Prozent-Marke kletterten - dieses Niveau gilt längerfristig als untragbar. "Spanische Renditen sind gestiegen und ich glaube, es herrscht noch immer eine große Nervosität darüber, wie das Problem Spanien gelöst wird", sagte Kim Forrest von der Fort Pitt Capital Group. Wenig gute Nachrichten kamen auch aus Großbritannien. Die Bank of England senkte ihre Prognose für das mittelfristige Wirtschaftswachstum, ohne Signale für wachstumsfördernde Anreize zu geben.

Bei den Einzelwerten gewannen die Aktien des US-Medienkonzerns Walt Disney 1,3 Prozent. Der Erfolg der Action-Comic-Verfilmung "Avengers" führte nach Firmenangaben zu einem Gewinnplus von 24 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar im dritten Geschäftsquartal. Der Streifen allein spielte bislang mehr als 1,4 Milliarden Dollar ein. HP -Aktien legten 2,4 Prozent zu, nachdem das Computer-Unternehmen seine Gewinnerwartungen für das dritte Quartal erhöhte.

Papiere der Kaufhauskette Macy's gewannen knapp drei Prozent: Das Unternehmen verkündete einen Anstieg des Quartalsgewinns und hob seinen Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr an. Aktien des größten US-Milchprodukte-Herstellers Dean Foods kletterten gar um 40 Prozent. Das Unternehmen hatte am Vorabend einen stärker als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn ausgewiesen und den Börsengang einer Tochter angekündigt. Der geplante Verkauf einer Internet-Tochter verhalfen den Aktien der New York Times zu einem Kurssprung von sechs Prozent.

Abwärts ging es dagegen für die Titel von McDonalds. Die Fast-Food-Kette vermeldete zur Enttäuschung der Anleger stagnierende Umsätze und musste dafür einen Kursrückgang von knapp zwei Prozent verschmerzen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,64 Milliarden Aktien den Besitzer. 1515 Werte legten zu, 1432 gaben nach und 126 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1087 im Plus, 1387 im Minus und 133 unverändert.

 
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