Wirtschaft

Bernhard Ecker
08.08.201210:41 Uhr
Andreas Gabalier – Die Neuerfindung der Volksmusik

Andreas Gabalier – Die Neuerfindung der Volksmusik

  • Wie Sensations-Aufsteiger Andreas Gabalier eine ganze Branche revolutioniert. Hinter dem Erfolg stecken drei steirische Sturschädel und ein unorthodoxes Marketingkonzept.

Rekordverkäufe im Zeichen von Land, Lust und Lederhose - der 27-jährige Andreas Gabalier gilt als Sensationsmann der volkstümlichen Musik. Durch Typen wie ihn hofft nun die gesamte krisengeplagte Musikbranche auf eine Neubelebung ihres Geschäfts.

In der dritten Sitzreihe springt eine junge Frau auf, zu knappes Dirndl, High Heels, magentagefärbte Haare, Bierflasche in der Hand. "Wo ist er denn?“, kreischt rechts vorne ein rotbackiges, dunkelhaariges Mädchen ungeduldig den Opa an, der mit seiner Digitalkamera seit Minuten penetrant in Richtung Backstage-Bereich äugt. Ein Techniker hat sich zwischenzeitlich auf die in blaues Licht getauchte Bühne verirrt und bekommt Szenenapplaus. "Andi, Andi, Andi“, skandieren 1000 Besucher in der Burgarena Finkenstein am Kärntner Faaker See. Es ist 21 Uhr 44.

Doch der Mann mit der Elvistolle und der Lederhose und der umgehängten steirischen Harmonika tänzelt noch den Gang entlang, der von der Garderobe zur Arena führt. Um ihn herum wuselt ein gemütlich aussehender Herr im violett karierten, heraushängenden Hemd. Die Sonnenbrille, der zweitwichtigste Gabalier-Fan-Artikel, sitzt. Die wichtigste Devotionalie, das rot-weiß-rote Stofftuch, ist ums Handgelenk gebunden: alles startklar. Der Weg zur Bühne ist gesäumt mit Speckbroten, Chips und einer Flasche Riesling; mit Spritzbeton an der Decke.

Kurz stimmt der Jungstar "Seemann, lass das träumen“ an, den Freddy-Quinn-Evergreen, ein Probelauf für seine tiefe, ungewöhnlich mächtige Stimme. "Da kommt er!“, ruft das rotbackige Mädchen.

Ein Star (der seinen Namen trägt)

Andreas Gabalier, 27 Jahre, ist dabei, alle Rekorde der volkstümlichen Musik zu brechen. Im April und Mai hat er mit acht Konzerten in Österreich 50.000 Besucher angelockt. Allein beim Abschlusskonzert in der ausverkauften Wiener Stadthalle wollten 12.000 Fans seinen "Volks-Rock-’n’-Roll“ hören, der eine Mischung aus Austropop, Rock und Versatzstücken der volkstümlichen Musik ist. Mädchen fielen in Ohnmacht, Alt und Jung sangen die Gabalier-Texte mit. "So etwas habe ich seit New Kids on the Block Anfang der Neunziger nicht mehr erlebt“, sagt Augen- und Ohrenzeuge Edgar Böhm, im Brotberuf ORF-Unterhaltungschef, und schlussfolgert: "Die Szene erfindet sich gerade neu.“

Bis auf Christina Stürmer hat in diesem Jahrhundert kein zweiter österreichischer Künstler so viele Tonträger in so kurzer Zeit verkauft, zwölfmal Platin gab es seit Veröffentlichung des ersten Gabalier-Albums 2009. 700.000 Alben und Singles hat er in den ersten drei Jahren seiner Karriere insgesamt verkauft.

Das ist noch vergleichsweise mickrig, wenn man die Gesamt-Verkaufszahlen von Langzeit-Szenegrößen wie den Kastelruther Spatzen aus Südtirol mit rund 20 Millionen Einheiten betrachtet, oder jene des Tirolers Gerhard "Gerry“ Friedle, der als DJ Ötzi mit "Hey Baby“ vor über zehn Jahren sogar die UK-Charts anführte (siehe Tabelle).

Jungbrunnen

Doch der richtig große Markt springt für den Grazer mit dem (echten) französischen Namen ja erst an. 40 Konzerte bei einer Deutschland-Tournee sollen 2013 den endgültigen Durchbruch bringen. Es ist nur mehr eine Frage von Wochen, bis Gabaliers Album "Herzwerk“ im großen Nachbarland Platin für 200.000 verkaufte Einheiten einheimst. Nicht nur in der Yellow Press, sondern auch in den deutschen Qualitätsmedien ist er seit Monaten Stammgast: Die "Süddeutsche Zeitung“ widmete ihm eine ganzseitige Reportage, selbst das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel“ schrieb wohlwollend über ihn. Barbara Schöneberger verzückte er durch eine Live-Darbietung in ihrer gleichnamigen Talkshow im NDR, im Herbst ist ein Auftritt bei "Markus Lanz“ im ZDF eingeplant.

Er hat seinem Publikum, großteils Angehörigen der Facebook-Generation, eine verstörende Lebensgeschichte zu erzählen, ähnlich wie der bei Pflegeeltern aufgewachsene Friedle oder der Ex-Skifahrer Hansi Hinterseer mit dem zerrütteten Verhältnis zum Vater: Vor fünf Jahren hat sich Gabaliers Vater vor dem Grazer Wohnhaus mit Benzin übergossen und verbrannt. Zwei Jahre später tat es ihm Gabaliers jüngere Schwester nach. Weil das so gar nicht zur heilen Welt passt, die in der Branche inszeniert wird, interessieren sich auch die Nicht-Kernschichten für ihn.

Dazu kommt noch, dass auch die riskante Medienstrategie aufzugehen scheint: Einer, der wie der HAK-Absolvent in "Willkommen Österreich“ von Christoph Grissemann und Dirk Stermann Fragen über den potenziellen Nazi-Gehalt von Trachten mit Gleichmut pariert, macht neugierig. Glaubte man vor zehn Jahren noch, die volkstümliche Musik würde einst mit ihrem Publikum aussterben, also eher früher als später, so lassen sich heute selbst urbane Schichten unter 30 von den musikalischen Wohlfühlwelten ohne Anspruch auf Weltverbesserung ansprechen.



Quasi als "die Jeanne d’Arc der Entideologisierung“ einer Branche, über die bisher vorrangig gespöttelt wurde, feiert Universal-Austria-Chef Hannes Eder deshalb den Shooting Star Gabalier (siehe Hannes Eder-Interview).

Volks-Entertainment

In der Burgarena reißt Gabalier gleich am Beginn einige Takte jenes Lieds an, das inzwischen fast jeder von ihm kennt: "I sing a Liad fia di“. Es hat in den österreichischen All-time-Charts im Juni DJ Ötzis "Anton aus Tirol“ vom Thron gestoßen. Am Ende des dritten Takts sind bereits alle aufgesprungen und singen mit. Der erfolgshungrige Musikant hat im vergangenen Jahr 200 Auftritte abgespult, dieses Jahr werden es 130 sein, und trotz aller Ermattung wirkt er wie voll aufgeladen, sowie er die Arena betritt. Er checkt, wie textsicher sein großfamiliäres Kärntner Publikum ist, wie es reagiert: "I hab a Engerl g’sehn“, das wird funktionieren. BHs wie in Wien und Graz wird es hier eher nicht auf die Bühne regnen. Sein Lied vom Quickie mit der Stewardess auf dem Flugzeugklo hat er erst gar nicht auf die Playlist gesetzt. "Seavas die Madln, griaß eich die Buam!“, sind seine ersten Worte. Heinz Conrads lässt grüßen.



"Stadl“-Kreuzfahrer

Mit der Plattenfirma freut sich eine ganze Branche über die Neubelebung des Geschäfts. "Zurzeit geht Gabalier durch die Decke“, sagt Walter Egle, der mit seiner Showfactory die Österreich-Konzerte veranstaltet hat. Egle gehört zu den direkten Profiteuren des Booms, mehr als ein Viertel seines 35-Millionen-Euro-Umsatzes macht er mit den Stars der volkstümlichen Musik und des Schlagers.

Auch findigen Reiseveranstaltern wie dem Kärntner Josef Schreder kommt die Frischzellenkur für das Genre zupass: Im April wird seine ACR Travel 900 Kunden auf dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt, der Allure of the Seas, zwölf Tage in der Karibik herumschicken und ihnen dort die "Stadl“-Stars Andy Borg und Nik P. kredenzen - und diesmal auch Gabalier. Ab 2370 Euro ist man dabei, wenn man an Jamaica, dem Mutterland des Reggae, vorbeicruisen und dazu "A Liad fia di“ live erleben will.

Gabalier personifiziert die Hoffnung auf einen fundamentalen Paradigmenwechsel in der gesamten Industrie: Die Majors, die großen Plattenfirmen, arg unter Druck durch seit Jahren währende Verkaufsrückgänge im Tonträgergeschäft, setzen nun wieder stärker auf lokale Künstler aus einer Sparte, deren Publikum tendenziell mehr physische CDs kauft und die Musik nicht irgendwo aus dem Internet herunterlädt. Bei manchen Popsongs beträgt der Download-Anteil inzwischen 80 Prozent, in der Volksmusik liegt er noch immer deutlich unter zehn Prozent. Bei Gabalier, der viele junge Fans hat, sind es derzeit 15 Prozent.

Frisch, stur, steirisch

Die Nachfrage nach Regionalität auch in der Musik ist - wie generell die neue Landlust - unbestritten. Auch wenn die meisten Songs im offiziellen Radio kaum gespielt werden, waren vier der fünf meistverkauften Alben in Österreich 2011 im Dialekt gesungen - dreimal Gabalier und einmal Hubert von Goisern, der seinerseits Anfang der Neunziger die Verbindung aus Rock und Volksmusik erstmals populär machte. Sensationell sind auch die Verkäufe der Seer, einer Formation aus dem steirischen Salzkammergut mit echten Longseller-Qualitäten. Aktuell sind sie mit "Grundlsee“ auf Platz vier der heimischen Charts-Alben.

Neue Stars können die Majors jedoch nicht mit Castingshows hervorzaubern, wie es für die großen Verkaufserfolge der Nullerjahre charakteristisch war. Jemand wie Gabalier, der seine Songs selbst schreibt, textet und mit Rampensau-Qualitäten performt, ja selbst sturköpfig darauf beharrt, dass sein Mikrofonständer aus Wurzelholz von einem Rehgeweih gekrönt wird, wäre bei "Starmania“ oder "DSDS“ untergegangen.

Und so ist es bezeichnend, dass er seinen Weg weit entfernt von den Trampelpfaden der Musikindustrie begonnen hat. Es brauchte neben dem Show-Talent und Sturkopf Gabalier noch einen südsteirischen Unternehmer der Papierindustrie, der aus Leidenschaft schon früher einmal 800.000 Euro in einen seiner musizierenden Arbeiter gesteckt hatte (siehe Klaus Bartelmuss-Porträt) - sowie einen umtriebigen, in seiner Jugend chronisch erfolglosen Tanzmusiker ("Die Feldbacher“) namens Sepp Adlmann, um die Volksmusik mit Sex aufzuladen.

Sex & Landlust

Denn auf seinen Arschwackler kann und will der ehemalige Jusstudent selbst in Finkenstein nicht verzichten. Es ist die alpenländische Version von Elvis’ Hüftschwung, an dieser Stelle kreischen auch die reiferen Kärntnerinnen zum ersten Mal. Als Gabalier das rot-weiß karierte Stofftuch, inzwischen mit seinem Schweiß getränkt, in die Menge wirft, ist es mit der Züchtigkeit endgültig vorbei.

Rein musikalisch hat das Produkt Gabalier wenig Neues zu bieten, das beruteilt er auch selbst so - ernsthafte Musikkritiker dürfen weiterhin guten Gewissens die Nase rümpfen. Und textlich hat er erst gar nicht die Ambition, sich mit den komplexen Herausforderungen der Moderne auseinanderzusetzen: Es wimmelt in den Gabalier-Songs nur so von "liaben Maderln“, "Bergbauernbuam“, Hymnen an den Kater am Morgen danach etc. Also bedient er die in Krisenzeiten dramatisch angeschwollene Sehnsucht nach Land, nach Lust, nach vermeintlich Echtem und Ursprünglichem, die sich auch in sensationellen Erfolgen von Medien wie dem deutschen Magazin "Landlust“ ausdrückt. Gabalier ist die fleischgewordene, singende "Landlust“.

Der Newcomer hat damit "seine eigene Schublade gefunden, ebenso wie Hansi Hinterseer für Heimat und DJ Ötzi für Party steht“, sagt der Wiener Herbert Fechter, der als Rainhard-Fendrich-Manager bekannt wurde und sowohl Hinterseer als auch Gerry Friedle gemanagt hat.

Live is live

Doch auch in der volkstümlichen Musik erodiert das tradierte Geschäftsmodell. War früher eine Tournee dazu gedacht, sich durch die darauf folgenden Plattenverkäufe zu rentieren, so müssen die Gewinne heute aus dem hochklassigen - und hochpreisigen - Live-Event selbst kommen. Plüschbären, Sonnenbrillen oder Trinkflaschen mit dem Konterfei der Stars liegen nach den Konzerten beim Fan-Shop parat und sollen zusätzliche Umsätze generieren.

Live-Qualitäten statt Konserve sind deshalb stärker gefragt denn je. Wie an Strohhalme klammern sich die krisengeplagten Plattenfirmen, Konzertveranstalter, Manager und Fan-Reisen-Veranstalter vor diesem Hintergrund an Jung-Stars wie Gabalier und die 28-jährige Helene Fischer, die im deutschen Schlager-Fach derzeit die Maßstäbe setzt. "An Gabalier und an Fischer muss man sich derzeit orientieren, sie sind die zwei Säulen der Zukunft“, sagt Helmut W. Brossmann, Manager der Kastelruther Spatzen. Beide kennzeichne eine perfekte Bühnenshow mit modernster Bühnentechnik, Videoleinwand inklusive.

Wer Frau Fischer, Lebensgefährtin des TV-Moderators Florian Silbereisen, für ein Konzert engagieren will, muss 150.000 Euro auf den Tisch legen. So teuer ist sonst nur noch die um zwei Jahrzehnte ältere Ex-Krankenschwester Andrea Berg ("Du hast mich tausendmal belogen“), die mit ihrem "Best of“-Album seit unglaublichen 500 Wochen in den österreichischen Charts vertreten ist. Gabalier ist für rund 50.000 Euro pro Auftritt zu haben - noch.

Abgesehen von den Lichtgestalten sei es aber "alles andere als eine Zeit zum Jubeln“, so Brossmann, ein Bayer, der einen Teil des Jahres in Wien lebt. Eine Million verkaufte Platten war im goldenen Zeitalter, vor 25 und mehr Jahren, kein Problem. "Doch heute beginnen auch bei den Älteren die Internet-Downloads“, so Brossmann. "Der Markt für physische Tonträger ist zusammengebrochen.“ Und weil das so ist, richten sich die Platten-Majors neu aus, wollen mit Subfirmen am Merchandising, am Live-Geschäft, am Booking, am Management mitnaschen. 360-Grad-Modell nennen die Profis die neue Art Business von Universal, Sony, Warner & Co. Sony hat sich etwa vor zwei Jahren an der renommierten Manfred-Hertlein-Veranstaltungsagentur beteiligt, die auch die große Europa-Tournee von Hansi Hinterseer gemanagt hat. "Und wir investieren weiterhin in eine stärkere Vernetzung der Geschäftsmodelle“, so der Österreicher Philip Ginthör, der bei Sony für den deutschsprachigen Markt zuständig ist.

Trachten-Clubbing

Dass die Fan-Basis, auf der die Geschäftsmodelle gründen, stärker denn je ist, das beweisen auch die Erfolge von Schlagersängerin Petra Frey und Seer-Frontfrau Astrid Wirtenberger bei den letzten beiden Staffeln des ORF-Erfolgsformats "Dancing Stars“. Unterhaltungschef Böhm ist auch nicht verborgen geblieben, dass das anwesende Publikum bei "Musikantenstadl“ & Co zunehmend jünger wird und in Dirndl beziehungsweise Lederhose erscheint: "Die machen eine clubbingähnliche Stimmung und singen die Texte mit.“

Seine Schlussfolgerung fürs Programm: Während die TV-Sendungen selbst weiterhin treues, aber älteres Publikum haben, ist das Live-Event auch für die dringend gesuchten Jungen attraktiv. Böhm: "Ich kann mir auch ein neues Sendeformat im ORF vorstellen.“ Nachsatz: "Wir haben dazu auch schon Piloten gemacht.“

Es ist 22 Uhr 45. Der Auftritt in Finkenstein geht zu Ende. Auch wenn die Arena voll ist, ist sie zu klein für die Dimensionen, in denen Gabalier sowie seine Manager Klaus Bartelmuss und Sepp Adlmann denken. In Zukunft peilt das Steirer-Trio die großen Hallen der Welt an. Auch ein Filmprojekt ist in Vorbereitung.

Launische Aussichten

Keiner kann derzeit abschätzen, ob der Hype in nachhaltigen Erfolg münden wird. Experten weisen darauf hin, dass es die massenmobilisierende Verbindung von Rock und Volksmusik ja schon einmal gegeben hat: Die Zillertaler Schürzenjäger waren vor 20 Jahren geradezu Kult, ihr alljährliches Open-Air-Konzert im Zillertaler Finkenberg lockte über 100.000 Fans an, auch sie schafften es locker, die Wiener Stadthalle zu füllen. "Doch dann wurden sie zu basslastig, und sie verloren doppelt so viel bei den Alten, wie sie bei den Jungen dazugewannen“, analysiert Manager-Koryphäe Brossmann und fügt hinzu: "Wir alle wissen nicht, wie die junge Zielgruppe, die Gabalier anspricht, in zwei Jahren drauf sein wird.“ Insbesondere die Internet-Generation, die per Mausklick von Konsumwelt zu Konsumwelt hüpft, ist als Publikum eine launische Diva.

Dazu kommt die enorme Strapaz von Hunderten Auftritten pro Jahr. Gabalier selbst hat vor dem Konzert in Kärnten in seiner Garderobe gesagt: "Das Gas, das ich jetzt fahre, geht nicht auf Dauer.“ Universal-Chef Eder hält dennoch eine Gabalier-Karriere für möglich, die "Jahrzehnte“ dauert. "Natürlich ist die Halbwertszeit der medialen Aufmerksamkeit umso kürzer, je stärker er sich zwischendurch einmal herausnimmt.“ Promotor Adlmann, der Gabalier viele tausend Kilometer begleitet hat, weiß am besten, woran es letztendlich hängt: "Entscheidend ist, dass seine Kreativität nicht verloren geht.“

Am Ende hat sich die Nacht über den Faaker See gelegt, Hunderte Finkensteiner Konzertbesucher stehen vor dem Gemäuer der Burgruine um Autogramme an. Sie machen mit ihren iPhones Erinnerungsfotos. Der Mann mit dem violett karierten, heraushängenden Hemd, es ist Sepp Adlmann, hat auch bei der Autogrammstunde alles im Blick. Die hochgewachsene, inzwischen leicht angeheiterte junge Frau in High Heels, noch immer zu knappem Dirndl und mit magentagefärbten Haaren will ein Foto machen, auf dem sie Gabalier ein Busserl auf die Wange gibt. Sie bekommt es. Am Ausgang steht der Stand mit den Fan-Artikeln.

 
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