Goldmarkt

hartgeld.com
01.08.201214:25 Uhr

Der Goldmann sagt... Stehen wir vor dem großen Goldpreis-Ausbruch?

  • Der Euro geht unter, die Gold-Sonne geht auf.

Dieser Goldmann befasst sich weniger mit dem untergehenden Euro, der derzeit gerade noch durch Markt-Manipulationen gehalten werden kann, als mehr mit der wichtigsten Front der Systemretter: dem Goldpreis.

Die Anzeichen verdichten sich, dass bereits im Laufe des August der Goldpreis nicht mehr auf dem derzeit relativ niedrigen Niveau gehalten werden kann, sondern weit über 2000 Dollar je Unze ausbricht. Das dürfte dann das Ende des derzeitigen Schuldpapier-Finanzsystems sein, denn höhere Zinsen verträgt dieses nicht.

Auf meiner Gold-Website www.hartgeld.com, kommen jetzt wieder Meldungen herein, dass der Absatz speziell von Gold in Süddeutschland wieder stark zunimmt: bestimmte Münzsorten wie Krugerrands oder Goldbarren sind Mangelware geworden und haben längere Lieferzeiten. Ebenso beginnen die Investoren die „Fluchtwährungen“ US-Dollar und Schweizer Franken wieder abzustossen und dafür Gold zu kaufen. Man misstraut also nicht nur dem Euro immer mehr, sondern allen Papiergeldern. Es ist immer noch eine Minderheit, die Gold und Silber kauft, aber auch die Masse wird nervös, weiß aber nicht, was sie mit den Euros machen soll.

Auch hat die Kapitalflucht inzwischen aus der ganzen Eurozone begonnen, auch aus Deutschland, das bisher als „sicherer Hafen“ galt. Der Euro wird daher nicht mehr lange zu halten sein.

So besitzen etwa die Deutschen als Privatpersonen laut Studien bereits 7000 Tonnen Gold, vermutlich mehr als alle anderen Nationen, ausser Indien. Dagegen ist der Goldbesitz in den Euro-Südstaaten eher unbekannt, eine Ausnahme ist Griechenland – aus bekannten Gründen.

Goldpreis-Ausbruch

Auch viele technische Indikatoren lassen einen schnellen Goldpreis-Ausbruch noch im Sommer auf über 2000 Dollar je Unze wahrscheinlich erscheinen. Der wesentliche Grund dafür ist das zunehmende Misstrauen in die überdruckten Papiergelder, besonders den Euro. Das Smart Money kauft schon jahrelang Gold, auch Banker, die offiziell ihr Papier loben.

Das Gold der Preisdrücker geht zur Neige

Es kommen immer mehr Berichte herein, wonach die grossen Investmentbanken bei ihrer Preisdrückung nicht nur die Bestände an Gold der Zentralbanken auf den Markt geworfen haben, dann das Gold und Silber in den „unallocated accounts“ der Kunden (die Lagerkunden „besitzen“ das Versprechen für eine bestimmte Menge an Gold, aber keine zugewiesenen Barren), und zuletzt auch das aus den „allocated accounts“ (die Lagerkunden sind legale Besitzer der ihnen zugewiesenen Barren). Es kommt gerade ein Skandal ans Tageslicht, der noch größer als der Libor-Skandal sein dürfte.

So berichtet etwa Jim Willie, dass bis zu 40.000 Tonnen Kundengold in den Lagern fehlen sollen – alles auf den Markt geworfen, um den Preis zu drücken. Dieses Gold ging nach Asien oder in die Lager westlicher Grossinvestoren. Sobald die Angst richtig zuschlägt, werden viele Lagerkunden versuchen, sich ihr Gold und Silber ausliefern zu lassen. Dieses müssen die Banken dann am Markt zu jedem Preis zukaufen. Die Preise von Gold und Silber werden dann explodieren – vermutlich noch im Sommer/Herbst 2012. Andere Quellen bestätigen das auch, so etwa der „London Trader“ auf King World News.

So berichtet etwa Egon von Greyerz, dass ein Lagerkunde einer Schweizer Großbank sein Gold sich hat ausliefern lassen, dieses war „allocated“, also legal im Besitz des Kunden. Dieses Gold war nicht da, die Bank musste es erst am Markt kaufen. Das dauerte nicht nur einige Zeit, die Barren hatten auch neuere Stempel, als zum Kaufzeitpunkt (2008). Man sollte kein Gold in einem Banktresor, besonders einer Investmentbank lagern.

Wir wissen nicht, wann die Auslieferungspanik beginnt, aber wenn, dann wird der Goldpreis massiv hochschießen. Die ganzen Papierwerte gehen dann unter, bisher konnte man auch durch die Goldpreisdrückung verstecken, dass hinter den Papierwerten real kein Wert ist. Siehe Griechenland-Bonds.

Der Autor:
Walter K. Eichelburg ist studierter Informatiker und betreibt mit www.hartgeld.com das erfolgreichste deutschsprachige Special-Interest-Webportal zu den Themen Gold, Edelmetalle und Krisenvorsorge. Er ist selbst langjähriger Investor und gibt auf diesem Weg sein Wissen weiter. Er ist Autor zahlreicher Artikel über technische und Finanzthemen.

 
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