Wirtschafts- und Finanznachrichten Österreich

Angelika Kramer
03.08.201211:06 Uhr
Aufgedeckt: Skurriles Weißwasch-Papier der ÖVP Kärnten

Aufgedeckt: Skurriles Weißwasch-Papier der ÖVP Kärnten

  • Im Frühjahr dieses Jahres hat die Welt für die ÖVP Kärnten noch ganz anders ausgesehen.

Mittels aufwendigem 84-Seiten-Bericht unter dem Titel "Die Causa Hypo – eine Neubetrachtung" (Download) stellt sich der ÖVP Club selbst einen Persilschein aus.

Verfasser ist der gerade erst zurückgetretene Klubchef Stephan Tauschitz. Manche Passagen dieses VP-Berichts muten aus heutiger Sicht geradezu skurril bzw. lachhaft an. FORMAT zitiert daraus: "Die ÖVP Kärnten hat in der Causa saubere Hände und nichts zu verbergen – und wir haben keinen Vorsitz gebraucht, um das zu beweisen." Und weiter: "Denn die Fakten zeigen, dass für die Mutmaßungen und Behauptungen, die gegenüber der ÖVP und Dr. Josef Martinz vorgebracht wurden, jeglicher Beweis fehlt."

“Feuerwehrmann“ Martinz

An anderer Stelle werden die Kosten für das Birnbacher-Honorar wortreich verteidigt: "Im Raum stand die Abwicklung durch eine große Investmentbank. Doch dann wären die marktüblichen 3 % Erfolgsprämie vom Verkaufserlös fällig geworden. Das wären rund 28 Millionen Euro gewesen."

Geschäftsführer Thomas Goritschnig, ebenfalls zurückgetreten, hängt sich an anderer Stelle weit aus dem Fenster: "Kein Cent ist im Zuge des Hypo-Verkaufs an die ÖVP Kärnten geflossen."

Das Fazit der Kärntner VP-Leute zur Causa Hypo fällt eindeutig aus: "Josef Martinz ist als Feuerwehr eingeschritten. Die Brandstifter waren jedoch über all die Jahre andere."

DOWNLOAD: Die Causa Hypo – eine Neubetrachtung

 
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