UEFA Champions & Europa League

Bloomberg/hahn
31.07.201210:15 Uhr

Das bewegt die Märkte: Weitere Entspannung in Italien und Spanien

  • Deutsche Anleihenrenditen steigen – spanische und italienische fallen weiter.

Die deutschen Bundesanleihen haben sich am Dienstag nach einem unentschlossenen Auftakt für die Aufwärtsrichtung entschieden.

Der Einzelhandelsumsatz in Deutschland war im Juni überraschend und den dritten Monat in Folge gesunken. Zudem rechnen von Bloomberg News befragte Ökonomen damit, dass die Arbeitslosenquote im Euroraum auf 11,2 Prozent gestiegen ist - das wäre ein neues Rekordhoch.

Die Rendite der am Rentenmarkt maßgeblichen zehnjährigen Bundesanleihe fiel um zwei Basispunkte auf 1,35 Prozent. Zweijährige Bundesanleihen wiesen mit minus 0,086 Prozent weiterhin eine negative Rendite auf. Der richtungsweisende Kontrakt Bund-Future war bei 143,73 Prozent um 34 Basispunkte fester.

Am Markt für US-Staatsanleihen sind die Kurse dagegen gesunken. Zehnjährige Treasuries rentierten um einen Basispunkt höher bei 1,51 Prozent. “Die Nachfrage nach Treasuries als sicherer Hafen lässt wegen der Erwartung von Politikänderungen in Europa nach”, sagte Stratege Hitoshi Asaoka von Mizuho Trust & Banking Co. in Tokio. “Die Anleger gehen davon aus, dass die EZB spanische und italienische Anleihen kaufen wird, um den Anstieg der Finanzierungskosten einzudämmen.”

EZB-Präsident Mario Draghi hatte in der vergangenen Woche zugesichert, die Zentralbank werde innerhalb ihres Mandats alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten. Nach Angaben von zwei Zentralbankvertretern vom 27. Juli will EZB-Präsident Mario Draghi vorschlagen, dass der Euro-Rettungsfonds EFSF Anleihen im Primärmarkt erwirbt, während die EZB im Sekundärmarkt zukauft.

Die Kurse spanischer und italienischer Anleihen gingen weiter zurück. Zehnjährige Spanien-Bonds rentierten mit 6,63 Prozent einen Basispunkt höher. In der vergangenen Woche war mit 7,75 Prozent noch ein Rekordhoch verzeichnet worden. Die Rendite italienischer Papiere mit derselben Laufzeit stieg um drei Basispunkte auf 6,05 Prozent.

Der Euro-Rettungsschirm EFSF tritt im Tagesverlauf am Markt auf und will mit einer dreijährigen Anleihe 1,5 Mrd. Euro einnehmen. Die EFSF-Anleihe ist mit einem Kupon von 1,125 Prozent ausgestattet. Belgien und die Schweiz kommen mit Schatzwechseln an den Markt.

 
pixel