UEFA Champions & Europa League

APA/hahn
30.07.201218:07 Uhr

Börsen Europa: Nächster Akt der Draghi-Rally

Die europäischen Leitbörsen sind am Montag den dritten Tag in Folge mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um 39,08 Einheiten oder 1,70 Prozent auf 2.340,31 Zähler.

Die Hoffnungen auf Maßnahmen der Notenbanken sorgten einmal mehr für Kursgewinne an Europas Börsen. Nun sei die europäische Zentralbank (EZB) gefordert die hohen Erwartungen auch zu erfüllen, kommentierten Marktteilnehmer die Entwicklung. Am Donnerstag steht die monatliche Sitzung der EZB auf der Agenda.

Banktitel rückten an die Spitze im Euro-Stoxx-50. Intesa Sanpaolo verzeichnete mit plus 6,61 Prozent auf 1,056 Euro die stärksten Zuwächse. UniCredit verteuerten sich um 4,59 Prozent auf 2,828 Euro, BBVA legten 4,27 Prozent auf 5,37 Euro zu.

ArcelorMittal konnten sich an die zweite Stelle vorschieben und verbesserten sich um 5,41 Prozent auf 13,245 Euro. Die Stahlbranche hat derzeit besonders mit der Konjunkturschwäche zu kämpfen. Weltmarktführer ArcelorMittal hatte im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang gemeldet und Konkurrent Nippon Steel im heute veröffentlichten Zwischenergebnis für das Halbjahr Verluste in der Höhe von umgerechnet fast einer Mrd. Euro geschrieben.

Der französische Gasehersteller Air Liquide hat dank einer guten Nachfrage in Osteuropa und Amerika seinen Wachstumskurs zum Halbjahr fortgesetzt. Der Umsatz sei in den ersten sechs Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent auf 7,533 Mrd. Euro geklettert, teilte der Linde-Konkurrent mit. Die Aktien fielen überraschend mit einem Minus von 0,22 Prozent auf 91,50 Euro ans untere Ende des gesamteuropäischen Index zurück. Ein Börsianer merkte an, dass das zweite Quartal umsatzseitig insbesondere wegen der Entwicklung in Europa und Asien schwächer als das Auftaktquartal ausgefallen sei.

K+S rückten um 2,68 Prozent auf 40,555 Euro vor. Im zweiten Vierteljahr 2012 erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 821,7 Mio. auf 996,5 Mio. Euro, wie der Düngemittel- und Salzkonzern überraschend mitteilte. Als Gründe nannte K+S das starke Überseegeschäft und eine gute Voreinlagerung in Europa im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Der Jahresausblick wurde bekräftigt.

TNT Express verbesserten sich um 0,43 Prozent auf 8,85 Euro. Der niederländische Paketdienst hat im zweiten Quartal dank Einsparungen und guter Nachfrage einen überraschend kräftigen Gewinnsprung verbucht. TNT Express, der auf seine Übernahme durch den US-Konzern United Parcel Service (UPS) zusteuert, verdiente von April bis Juni unter dem Strich 40 Mio. Euro und damit zehnmal so viel wie ein Jahr zuvor, wie er mitteilte. Analysten hatten lediglich mit halb so viel Gewinn gerechnet.

 
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